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Hustender Mann

Wie kommt es eigentlich, dass man hustet? Nordirische Wissenschaftler haben es herausgefunden.
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Di. 27. März 2012

Wie Erkältungen Hustenreiz auslösen

Hustenanfälle, Keuchen, Atemlosigkeit – wenn Asthmatiker erkältet sind, spielen ihre Atemwege verrückt. Schuld daran sind Hustenrezeptoren, deren Wirkweise nordirische Wissenschaftler nun entschlüsselt haben. Diese Messfühler sitzen auf den Schleimhautzellen, die die Atemwege auskleiden und reagieren auf Erkältungsviren. Aus den Erkenntnissen der Experten der Queen's University in Belfast lassen sich unter Umständen auch Ansätze für neue Hustenmedikamente entwickeln.

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Die nordirischen Wissenschaftler haben die sogenannten Transient Rezeptor Potential (TRP-) Rezeptoren genauer untersucht. Diese Strukturen sitzen auf den Oberflächen der Schleimhautzellen die die Luftröhre und die Bronchien auskleiden. Bei Kontakt zu Schadstoffen aus der Luft oder Zigarettenrauch und bei plötzlichen Änderungen der Lufttemperatur werden sie aktiviert und lösen einen Hustenreiz aus.

Die Wissenschaftler haben nun Gewebeproben von Asthmatikern und Gesunden im Labor mit Rhinoviren infiziert, die normalerweise Erkältungen auslösen. Treffen Rhinoviren auf die Rezeptoren, erhöht sich sogar noch die Zahl der TRP-Rezeptoren, die Atemwege werden noch empfindlicher, der Hustenreiz verstärkt sich, Hustenanfälle nehmen zu. Bei Asthmatikern ist dieser Effekt noch um einiges stärker ausgeprägt als bei Lungengesunden.

Die Wissenschaftler hoffen, dass sich hieraus ein Ansatz zur Entwicklung neuer Hustenmedikamente eröffnet. So sei es denkbar, die Empfindlichkeit der Rezeptoren zu beeinflussen oder aber die Vermehrung der Rezeptoren nach Viruskontakt zu vermeiden. Das könne dann insbesondere Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen vor starken Hustenanfällen und Atemnot bewahren.

KK

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