Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Süßholzwurzel: mit Lakritz gegen Diabetes

Aktuelles

Lakritzschnecken

Lakritz: lecker und gesund. Gerade haben Forscher eine neue Substanz darin entdeckt, die Diabetikern helfen könnte.
© Marco Mayer - Fotolia

Do. 19. April 2012

Süßholzwurzel: mit Lakritz gegen Diabetes

Als gesund gilt sie schon lange. Jetzt haben Forscher in der Süßholzwurzel eine neue Stoffgruppe entdeckt, die vielleicht künftig als Heilmittel bei Zuckerkrankheit eingesetzt werden könnte.

Anzeige

Die neu entdeckten Wirkstoffe der Süßholzwurzel, die sogenannten Amorfrutine, senken den Blutzucker, wirken entzündungshemmend und sind darüber hinaus auch noch gut verträglich. Dies konnte ein Forscherteam um Sascha Sauer vom Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin an übergewichtigen, diabetischen Mäusen nachweisen. Die Wissenschaftler hatten hierzu die essbaren Teile verschiedener Pflanzen auf ihre Wirksamkeit bei Diabetes untersucht. Gefunden haben sie die Amorfrutine, die nicht nur in der Wurzel von Süßholz, sondern auch in den Früchten der namengebenden Amorpha fruticosa gefunden wurden, einem Strauch der in den USA, Kanada und Mexiko beheimatet ist.

Die Naturstoffe verringern den Blutzuckerspiegel. Dies geschieht über einen Weg, der bereits ganz ähnlich von bestimmten Medikamenten gegen Diabetes, den sogenannten Glitazonen, genutzt wird. Diese verursachten jedoch Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme oder Herz-Kreislauf-Probleme, weil sie nicht zielgenau genug wirkten, so Sauer. Die neuen Naturstoffe hingegen seien ausgesprochen gut verträglich. Zusätzlich konnten die Forscher zeigen, dass die Naturstoffe bei Entzündungen helfen und einer Fettleber vorbeugen können.

"Es nützt allerdings nichts, bei Diabetes Süßholztee zu trinken oder Lakritz zu essen", erklärte Sauer. "Im Tee oder in der Lakritze liegen die Stoffe in viel zu geringen Konzentrationen vor." In einer höheren Konzentration ließen sich die natürlichen Wirkstoffe in Zukunft möglicherweise in der Therapie, wenn nicht sogar schon zur Vorbeugung einsetzen. Amorfrutine könnten beispielsweise als Nahrungsergänzungsmittel Anwendung finden, so die Vision von Sauer. Bis dahin sind jedoch noch eine Reihe weiterer Untersuchungen notwendig.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Fieber: Ist es Grippe oder eine Erkältung?

Viele Menschen kennen die Unterschiede zwischen beiden Erkrankungen nicht.

Gelenkersatz: Wie lange hält's?

Forscher haben die Lebensdauer von Hüft- und Knieprothesen untersucht.

Wenn Medikamente den Schlaf rauben

Bestimmte Arzneimittelgruppen stören häufiger als andere die Nachtruhe.

Welche Symptome für Keuchhusten sprechen

Die Erkrankung verläuft bei Erwachsenen oft untypisch und anders als bei Kindern.

Das schützt vor Makuladegeneration

Wer diese sieben Tipps beherzigt, trägt damit dazu bei, die Sehkraft im Alter zu erhalten.

Schmerztabletten während der Stillzeit?

Manche Präparate sind für junge Mütter besser geeignet als andere.

Wärme oder Kälte bei Schmerzen?

Wärmflasche oder Kühlakku: Was bei welchen Beschwerden hilft, erfahren Sie hier.

Bei Kinderwunsch Folsäure einnehmen

Experten empfehlen Frauen, schon vor Beginn der Schwangerschaft Folsäure einzunehmen.

Autofahrer: Aufpassen bei diesen Arzneien

Auch rezeptfreie Mittel können die Fahrtüchtigkeit einschränken.

Placebos für die Psychotherapie

Scheinmedikamente könnten unter Umständen auch auf die Psyche wirken.

Erster wirksamer Migräne-Antikörper

Ein neues Medikament ist in der Lage, die Zahl der Kopfschmerz-Tage zu halbieren.

Haut im Winter richtig pflegen

In der kalten Jahreszeit trocknet die Haut besonders schnell aus.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen