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Finger über Buchseite

Menschen mit Leseschwäche haben Probleme, normal gedruckte Schrift flüssig zu lesen.
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Mi. 06. Juni 2012

Einfacher Kniff hilft bei Leseschwäche

Forscher aus Italien und Frankreich haben herausgefunden, dass es Kindern mit einer Leseschwäche hilft, wenn die Buchstaben eines Textes weiter auseinander stehen. Sie können die Buchstaben dadurch leichter identifizieren und somit schneller und besser lesen.

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Extra-weite Zeichenabstände verdoppelten die Lesegenauigkeit und steigerten die Lesegeschwindigkeit um mehr als 20 Prozent, schreiben die Forscher im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Science. Kinder mit einer Leseschwäche, einer sogenannten Dyslexie, können schlechter lesen und buchstabieren als andere Kinder. Darüber hinaus bewirkt die Leseschwäche, dass sich bei den Betroffenen mehr als beim durchschnittlichen Leser ein Phänomen zeigt, das die Wissenschaftler als "crowding" bezeichnen. Dieses bewirkt, dass es diesen Menschen schwerer fällt, Buchstaben zu erkennen, wenn diese in einer Menge dicht an dicht mit anderen Buchstaben stehen.

Obwohl die Gründe für Leseschwäche noch nicht abschließend geklärt sind, sind sich Wissenschaftler in einem einig: Die Herausforderung bestehe darin, Wege zu finden, die einem Kind mit Dyslexie helfen, mehr Wörter in weniger Zeit zu lesen, schreiben die Forscher. Denn häufigeres Lesen hilft am effizientesten gegen Leseschwäche. Mit einem größeren Buchstaben-Abstand gelinge dies im Handumdrehen und ohne großes Training, so die Forscher.

hh

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