Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Checkliste für Solariennutzer

Aktuelles

Junger Mann auf der Sonnenbank

Wer auf die künstliche Sonne nicht verzichten möchte, sollte sich nicht mit geringen Standards zufriedengeben.
© lunamarina - Fotolia

Mo. 30. Juli 2012

Checkliste für Solariennutzer

Ab dem 1. August 2012 gilt für Solariengeräte eine neue maximale Bestrahlungsstärke. Die Deutsche Krebshilfe begrüßt die Regelung, empfiehlt aber weiterhin, Solarien am besten gar nicht erst zu nutzen. Für diejenigen, die dennoch Sonnenstudios besuchen, gibt es hier eine Checkliste, worauf geachtet werden sollte.

Anzeige

Mit der neuen Regelung darf eine maximale Bestrahlungsstärke von 0,3 Watt pro Quadratmeter Haut nicht mehr überschritten werden. Die Deutsche Krebshilfe weist darauf hin, dass dieser Wert allerdings immer noch der höchsten UV-Dosis entspricht, die auf der Erde gemessen werden kann: mittags bei wolkenlosem Himmel am Äquator. Bisher wurde diese Bestrahlungsstärke von alten Geräten zum Teil um das Dreifache überschritten, so die Deutsche Krebshilfe die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP).

Die beiden empfehlen daher, Solarien erst gar nicht zu nutzen. "Denn Tipps, wie man ein Solarium ohne mögliche spätere Schäden nutzen kann, gibt es nicht", erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der ADP. In jedem Fall sollte vorher ein Solarien-Check durchgeführt werden. Trifft auch nur ein Punkt der Checkliste nicht zu, sollte das Solarium nicht genutzt werden.

Checkliste:

Das Sonnenstudio

  • ist ein beaufsichtigtes Studio (kein Münzautomat) und
  • weist im Eingangsbereich auf das Verbot für Minderjährige hin.

Das Personal

  • lässt Minderjährige nicht zu,
  • händigt ungefragt eine Schutzbrille aus,
  • bestimmt den Hauttyp,
  • schließt Personen mit Hauttyp I und II aus,
  • weist auf mögliche Nebenwirkungen der UV-Strahlung hin,
  • fragt nach dem Zeitabstand zum letzten Solariumbesuch,
  • erkundigt sich nach eventuellen Sonnenbränden und Hautkrankheiten,
  • erkundigt sich nach Medikamenteneinnahme,
  • weist darauf hin, dass ein Solarium nur ungeschminkt und ohne die Verwendung von Sonnencreme benutzt werden darf,
  • berechnet die individuelle Anfangs-Bestrahlungszeit,
  • erstellt einen persönlichen Dosierungsplan und
  • händigt weitere Informationen zur Nutzung aus.

Das Bräunungsgerät

  • hat den Warnhinweis: UV-Strahlung kann akute Schäden an Haut und Augen verursachen, führt zu vorzeitiger Hautalterung und erhöht das Risiko an Hautkrebs zu erkranken,
  • weist darauf hin: Hauttyp I und II sind ein Ausschlusskriterium für die Nutzung, Medikamente und Kosmetika erhöhen die Hautempfindlichkeit,
  • ist nach EU-Regelung gekennzeichnet: "Bestrahlungswert von maximal 0,3 Watt/m² wird nicht überschritten",
  • gibt die maximale Bestrahlungsdauer bei Erstbestrahlung ungebräunter Haut für Hauttyp I bis VI an,
  • schaltet bei Überschreiten der maximalen Bestrahlungsdauer automatisch ab und
  • hat einen Notabschalteknopf.

Deutsche Krebshilfe

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warzen auf keinen Fall aufstechen

Apotheker geben Tipps, wie man Warzen behandelt und welche Art nicht ansteckend ist.

Dürfen Schwangere Cannabis verwenden?

Der Berufsverband der Frauenärzte äußert sich detailliert zu dieser Fragestellung.

Omega-3-Fettsäuren senken Triglyzeride

Bis zu 30 Prozent könnten die Werte dadurch sinken, stellten US-Forscher fest.

Manche Tabletten brauchen Essenspause

Magensaftresistente Mittel können erst wirken, wenn der Magen länger leer ist.

Schwangerschaft: Paracetamol möglich

Spezialisten von der Charité halten das Mittel auch im letzten Schwangerschaftsdrittel für sicher.

Hyalomma-Zecke: erster Fleckfieber-Fall

Ein Pferdebesitzer zeigte nach Stich der Zecke Symptome der Tropenkrankheit.

Guter Blutdruck nützt auch dem Hirn

Auf lange Sicht helfen gute Blutdruckwerte dabei, die geistige Leistung zu erhalten.

Ernährung hilft bei Diabetes-Kontrolle

Eine spezielle Nährstoffkombination bessert den Blutzucker bei Typ-2-Diabetikern auch ohne Gewichtsverlust.

Sicherheitsabstand für den Herzschrittmacher

Interferenzen kommen bei modernen Geräten nur noch sehr selten vor, es gibt jedoch Ausnahmen.

Läuse: Nicht immer juckt der Kopf

Juckreiz ist ein klassisches Symptom bei Kopfläusen, tritt jedoch nicht immer auf.

Testosteron auch für Frauen?

Forscher haben getestet, wie sich das Hormon auf Frauen nach der Menopause auswirkt.

Erhöht Kaffee das Risiko für Migräne?

Offenbar kommt es auf die Menge an, die pro Tag getrunken wird.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen