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Kühe auf der Weide.

In den 1990er Jahren wurden ganze Rinderherden wegen BSE geschlachtet.
© M. Mahone

Do. 12. Juli 2012

Was wurde eigentlich aus BSE, dem Rinder-Wahnsinn?

Im Jahr 1985 erkrankten in Großbritannien erstmals Kühe am sogenannten Rinderwahnsinn, auch bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) genannt. Bilder zitternder und stolpernder Tiere gingen durch die Nachrichten. Mittlerweile hört man nur noch wenig davon.

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Verbreitet wurde die Krankheit durch Tiermehl aus Kadavern, das als Futter diente. In den folgenden Jahren erreichte BSE Tierbestände in ganz Europa. Weitere Forschung zeigte, dass die Krankheit auch auf andere Tierarten wie Schafe, Schweine und Hauskatzen übertragen werden konnte. Galt dies auch für den Menschen?

Im März 1996 wurde diese Frage schließlich mit "Ja" beantwortet: Bei zehn Patienten in Großbritannien trat erstmals eine neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) auf. Diese Patienten litten an den typischen fortschreitenden Ausfällen des Zentralen Nervensystems bis hin zum Tod, jedoch waren sie um Jahrzehnte jünger als sonst üblich. Weltweit wurden bisher 219 CJK-Fälle registriert, davon 172 in Großbritannien und 4 außerhalb Europas. Nur in 5 Fällen besteht der Verdacht auf Übertragung von Mensch zu Mensch.

Als Ursache von BSE und CJK stellten sich schließlich bestimmte körpereigene Eiweiße heraus: Prionen. Diese können über infizierte Rinderprodukte sowie durch Blut, Organtransplantation oder bestimmte Arzneimittel auch von Mensch zu Mensch übertragen werden. Prionen sind extrem stabil, übliche Methoden der Desinfektion können ihnen nichts anhaben. Seit vielen Jahren verringern zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen die Verbreitung von Prionen bei Mensch und Tier. Ganz verschwunden ist das Risiko jedoch noch nicht.

HTR

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