Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Was wurde eigentlich aus der Pest?

Aktuelles

Ratte schaut über Weidenkorb.

Nagetiere wie Ratten und Mäuse gelten als Überträger des Pest-Erregers.
© Kaarsten - Fotolia

Sa. 14. Juli 2012

Was wurde eigentlich aus der Pest?

Die Pest, auch "der Schwarze Tod" genannt, wird durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst. Berichte über Pest-Epidemien sind schon aus der Antike bekannt. Auch heute treibt der Erreger sein Unwesen.

Anzeige

Nachhaltigen Eindruck hinterließen die Pest-Epidemien und örtlichen Ausbrüche seit Mitte des 14. Jahrhunderts. Ganze Landstriche wurden entvölkert. Noch heute sterben ohne Behandlung 30 bis 60 Prozent der Patienten. Weiterhin ist die Pest in vielen Ländern heimisch, unter anderem in Afrika, Amerika und Asien. Allein im Jahr 2003 meldeten laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation neun Länder über mehr als 2000 Pestfälle, rund 180 Patienten starben. Aktuelle Ausbrüche, zum Beispiel auf Madagaskar oder in Indien, rufen die Erinnerung an den Schwarzen Tod wach und werden von der Bevölkerung mit großer Sorge beobachtet.

Abgetötete Pesterreger werden in Ausnahmefällen, etwa für Krisenhelfer, als Impfstoff eingesetzt. Für breite Bevölkerungsschichten kommt dieses Serum jedoch nicht infrage. Viele vertragen das Serum nicht so gut. Zudem hält der Schutz nur sechs Monate an. Mit Antibiotika ließ sich die Pest lange Zeit gut behandeln. Inzwischen treten jedoch Resistenzen auf. Wissenschaftlern vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und der Ruhr-Universität Bochum ist es kürzlich gelungen, das "innere Thermometer" des Erregers zu kalt einzustellen. Normalerweise startet er nur bei 37 Grad Celsius sein krankmachendes Programm. Kann man die "Arbeitstemperatur" senken, bleiben die Pesterreger im menschlichen Körper inaktiv. Nun wird ein Medikament gesucht, das genau diesen Effekt hat und zusätzlich zu Antibiotika eingesetzt werden kann.

HTR

Serie "vergessene" Infektionskrankheiten

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie. aponet.de beleuchtet Infektionskrankheiten, die einst Schlagzeilen machten, aber aus dem Auge der Öffentlichkeit verschwunden sind. Hier die Themen der anderen Folgen:

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Grippe: Ansteckung durch Atmen

Grippeviren verbreiten sich offenbar leichter als bislang gedacht.

Antipsychotika nicht einfach absetzen

Ein abruptes Absetzen kann zu einem schweren Rückfall wie einer Psychose führen.

Thema der Woche: Multiple Sklerose

Bislang ist die Krankheit nicht heilbar, lässt sich aber mit Medikamenten gut behandeln.

Wie Ernährung das Krebsrisiko beeinflusst

Einige Lebensmittel erhöhen die Entzündungsaktivitäten im Körper.

Herzkrankheiten sind Todesursache Nr. 1

Vor allem Frauen sind Risikopatienten, wie der Deutsche Herzbericht zeigt.

Wie gefährlich ist die Schweinepest?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung äußert sich zum Gesundheitsrisiko für Verbraucher.

Radfahren schadet der Manneskraft nicht

US-Forscher geben Entwarnung für Freizeit- und Sportradler.

NAI vom 15.1.2018: Gesunde Zähne zeigen

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten startet die neue Serie „Gesunde Zähne zeigen“.

Thema der Woche: 7 Tipps für Erkältete

Mit diesen Tipps sind Sie schnell wieder auf den Beinen.

Nahrungsergänzung: Neue Höchstmengen

Experten haben ihre Empfehlungen für Vitamine und Mineralstoffe aktualisiert.

Säuglingsmilch nicht selbst herstellen

Solche Milch liefert unter Umständen nicht genug Nährstoffe und kann Babys krank machen.

EMS-Training: Nicht ohne Risiko

Der neue Trendsport kann unter Umständen Muskeln und Nieren schädigen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen