Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Was wurde eigentlich aus SARS?

Aktuelles

Viele Menschen überqueren Zebrastreifen.

Wo sich viele Menschen aufhalten, haben Erreger von Infektionskrankheiten wie SARS ideale Bedingungen.
© jedi-master - Fotolia

Mi. 11. Juli 2012

Was wurde eigentlich aus SARS?

Im Februar 2003 reiste ein Gast aus der chinesischen Provinz Guandong nach Hongkong zu einer Hochzeit – und kehrte nie wieder heim. Er starb an einer rätselhaften Lungenkrankheit, die später als "schweres akutes Atemwegs syndrom (SARS)" bekannt wurde und bis heute eine Gefahr darstellt.

Anzeige

Der chinesische Hochzeitsgast steckte in seinem Hotel mehr als ein Dutzend Menschen an, die die Krankheit in alle Welt trugen. Bereits am 11. Februar 2003 hatte China der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Ausbruch von Atemwegserkrankungen gemeldet, der im November 2002 in der Provinz Guandong begonnen hatte.

Die Krankheit breitete sich schnell aus. Die WHO schlug deshalb am 12. März 2003 weltweit Alarm und empfahl Reisebeschränkungen. Am 15. März wurde der erste Fall Europas in Frankfurt (Main) bekannt. Zehn Tage später identifizierten Wissenschaftler des Bernhard-Nocht- Instituts in Hamburg und der US-amerikanischen Seuchenbehörden (CDC) ein Coronavirus als Ursache von SARS. Insgesamt sind bis zum 31. Juli 2003 weltweit rund 8 000 SARS-Fälle registriert worden, etwa jeder zehnte Betroffene starb. Bis ins Jahr 2004 hinein kam es noch zu vereinzelten Fällen, häufig bei Laborpersonal.

Obwohl die internationale Zusammenarbeit die Epidemie zum Stillstand brachte, ist jederzeit mit neuen Fällen zu rechnen. So ist unter anderem weiterhin unklar, ob nur der Mensch das Virus in sich trägt oder ob auch Tiere als Wirt dienen können. Deshalb darf die Aufmerksamkeit gegenüber SARS nicht nachlassen. Die WHO hatte allen Ländern empfohlen, ein Frühwarnsystem einzurichten. Auch in Deutschland sind weiterhin Vorsichtsmaßnahmen in Kraft, schwerpunktmäßig in Krankenhäusern. Theoretisch kann das Virus jederzeit erneut auftauchen.

HTR

Serie "vergessene" Infektionskrankheiten

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie. aponet.de beleuchtet Infektionskrankheiten, die einst Schlagzeilen machten, aber aus dem Auge der Öffentlichkeit verschwunden sind. Hier die Themen der anderen Folgen:

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Späte Vaterschaft birgt Risiken

Auch das Alter des Vaters wirkt sich auf den Verlauf einer Schwangerschaft aus.

Biotin kann Bluttest verfälschen

Präparate mit Biotin können offenbar Laborergebnisse beeinflussen- mit gefährlichen Folgen.

Bauchschmerzen bei einem Herzinfarkt?

Gerade bei älteren Frauen macht sich ein Herzinfarkt oft anders bemerkbar.

Cholesterin-Senker auch im hohen Alter?

Ältere Menschen profitieren durchaus von Statinen, zeigt eine neue Untersuchung.

Vitamin-Pillen nicht in Küche oder Bad lagern

Zu hohe Luftfeuchtigkeit zerstört die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln.

Menstruationstasse oder Tampon?

Eine Frauenärztin erklärt, für wen sich Menstruationstassen eignen.

Mehr Jüngere erleiden einen Herzinfarkt

Ein Risikofaktor dafür könnte Drogenmissbrauch sein, glauben Forscher.

Hautpflege: 7 Mythen im Faktencheck

Sorgt Schokolade wirklich für Pickel? Eine Dermatologin klärt auf.

Abnehmen: Laufband oder Hantelbank?

Ausdauer- oder Muskeltraining? So lässt sich am besten Gewicht verlieren.

Vitamin D schützt nicht vor Depressionen

Auch andere Nahrungsergänzungsmittel haben keine Auswirkungen auf die Psyche.

Was tun, wenn Wunden lange bluten?

Experten klären am Lesertelefon über Blutgerinungsstörungen auf.

Herzinfarkt auf Reisen?

Es ist ratsam, Symptome ernst zu nehmen und Notrufnummern bereit zu halten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen