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Mädchen mit Schwimmbrille unter Wasser

Bevor Kinder mit dem Geräte-Tauchen starten, müssen sie den Druckausgleich üben. Ideal geeignet ist hierfür Tauchen mit Luft anhalten unter Aufsicht.
© Anton Balazh - Fotolia

Fr. 03. August 2012

Geräte-Tauchen für jüngere Kinder ungeeignet

Jüngere Kinder dürfen nicht zu früh mit Geräte-Tauchen beginnen, da bei ihnen Lunge und Gehör geschädigt werden können. Erst mit etwa 12 Jahren bringen sie die körperlichen Voraussetzungen für einen Tauchgang mit Pressluft mit.

Bei jüngeren Kindern ist das Atemwegssystem noch nicht voll ausgereift. Aufgrund der Druckunterschiede und der kalt‐trockenen Pressluft kann es beim Geräte-Tauchen daher zu einer starken Schädigung und Verengung in den unteren Atemwegen bis hin zum Lungenriss beim Auftauchen kommen.

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"Zudem können bleibende Beeinträchtigungen des Gehörs entstehen", erklärt der HNO-Arzt Dr. Jan Löhler vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Kinder haben noch fast horizontal verlaufende Ohrtrompeten beziehungsweise Tuben, wodurch der notwendige Druckausgleich des Mittelohrs stark erschwert ist. Beim Tauchen steigt der Umgebungsdruck rasch an und es bildet sich im Ohr ein Unterdruck. Die Schleimhaut in der Paukenhöhle schwillt an und es kommt zu einer Verschlechterung der Tuben‐Funktion, was im Kindesalter noch durch eine vergrößerte Rachenmandel verstärkt werden kann. "Gelingt der Druckausgleich nicht, kann sogar das Trommelfell reißen", warnt Löhler.

Er empfiehlt, Kinder vor Beginn eines Tauchkurses vom Arzt prüfen zu lassen. Der Kinderarzt sollte Herz und Lunge des Kindes kontrollieren und der HNO‐Arzt den Nasen‐Rachen‐Raum und das Gehör, speziell die Tuben‐Durchgängigkeit und den Zustand des Trommelfells. Außerdem müssen Kinder den Druckausgleich üben.

Die Tauchdauer, Tauchtiefe sowie Ab- und Aufstiegsgeschwindigkeit müssen dem Alter des Kindes angepasst werden. Ebenso sollten Eltern auf eine kindgerechte Ausstattung achten, speziell auf einen gut isolierten Tauchanzug, denn aufgrund des geringen Körpervolumens besteht Unterkühlungsgefahr. "Wichtig ist es auch, dass das Kind beim Tauchgang absolut gesund ist und vorher viel Flüssigkeit zu sich nimmt", betont Löhler abschließend.

Deutscher Berufsverband der Hals‐Nasen‐Ohrenärzte

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