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Kleiner Junge bekommt einen Löffel mit Antibiotika-Saft verabreicht

Bei Mittelohrentzündungen bekommen immer mehr Kinder Antibiotika verordnet.
© somenski - Fotolia

Fr. 10. August 2012

Mittelohrentzündung: Immer mehr Kinder bekommen Antibiotika

Bei Mittelohrentzündungen bekommen immer mehr Kinder Antibiotika verordnet, warnt die Techniker Krankenkasse (TK). Das ergab eine Auswertung ihrer Versichertendaten für den Zeitraum von 2008 und 2010. Speziell ging es dabei um Kinder zwischen drei und zwölf Jahren.

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Innerhalb von zwei Jahren sei die Zahl der Kinder, die bei der Diagnose Mittelohrentzündung Antibiotika verordnet bekommen haben, um 26 Prozent gestiegen. "Gerade bei Mittelohrentzündungen sollten die Ärzte gründlich abwägen, ob Antibiotika wirklich nötig sind", sagt Tim Steimle, Apotheker und Fachbereichsleiter für Arzneimittel bei der TK. "Denn je häufiger schon Kinder Antibiotika nehmen, desto höher das Risiko einer Antibiotika-Resistenz."

Eine akute Mittelohrentzündung heilt meist folgenlos nach einigen Tagen. Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol helfen, die Schmerzen zu stillen. Auch abschwellende Nasentropfen, Wärme durch Rotlicht oder ein Traubenkernkissen hätten sich bewährt, so Steimle.

Typische Symptome sind starke Ohrenschmerzen, Druckgefühl im Ohr, Ausfluss aus dem Gehörgang, Fieber oder Schüttelfrost. Besonders jetzt im Sommer zur Badesaison häufen sich die Fälle von Entzündungen im Ohrbereich. Viele Keime werden durch das Badewasser in das Ohr transportiert. Dort können sie sich schnell durch das feuchtwarme Milieu vermehren. So kann aus einer etwas harmloseren Gehörgangentzündung schnell eine Mittelohrentzündung werden. In dem Fall ist ein Arztbesuch nötig, um die richtige Behandlung einzuleiten.

RF/TK

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