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Seniorin stürzt von Leiter.

Stürze im Haushalt enden nicht selten mit ernsten Verletzungen.
© britta60 - Fotolia

Mi. 12. September 2012

Maßnahmen, die Stürze im Alter vermeiden

Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr zu stürzen und damit das Risiko für Knochenbrüche an. Welche Vorsorgemaßnahmen älteren Menschen, die zu Hause leben, helfen können, hat jetzt ein internationales Wissenschaftsteam in einer Übersichtsarbeit aus 159 Studien zusammengetragen.

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  • Balance-und Krafttraining, das in der Gruppe oder zu Hause durchgeführt wird, kann effektiv Stürze reduzieren. Das gilt auch für das aus China stammende Tai Chi, bei der wie in Zeitlupe kontrollierte Bewegungen durchgeführt werden.
  • Rutschfeste Schuhe oder bei eisigen Bedingungen ein Gleitschutz können vor Stürzen schützen.
  • In manchen Fällen können medizinische Eingriffe das Fallrisiko vermindern. Ein solcher Zusammenhang zeigte sich zum Beispiel bei Menschen mit einem überempfindlichen Karotissinus. Dabei handelt es sich um eine Art körpereigenen Messfühler, der den Druck im Gefäßsystem registriert. Gerät er durcheinander, führt das zu einer Veränderung von Herzfrequenz und Blutdruck. Durch das Einsetzen eines Herzschrittmachers verringerte sich die Zahl der Stürze. In anderen Untersuchungen zeigte sich, dass Frauen von einer Operation des Grauen Stars profitieren können. Die Stürze verringerten sich nach der OP des ersten Auges, beim zweiten Auge zeigte sich hingegen keine zusätzliche Verbesserung.
  • Dagegen scheint die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten das Sturzrisiko nicht zu senken. Eine Ausnahme sahen die Forscher nur bei Studienteilnehmern, die die Untersuchungen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut begannen.
  • Einige Arzneimittel können die Sturzgefahr erhöhen. Im Rahmen einer Studie zeigte sich, dass unter ärztlicher Kontrolle eine langsame Verringerung von Schlafmitteln, Psychopharmaka oder Medikamenten zur Bekämpfung von Angstzuständen das Sturzrisiko verringern konnte. Eine Änderung der Medikation sollte jedoch nicht alleine durchgeführt werden, sondern immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt.
  • Schlechtes Sehen begünstigt Stürze. Hier kann eine neue Brille helfen, doch zeigte sich, dass die Umstellung auf eine neue Sehhilfe anfangs problematisch sein kann. Sehr schlecht sehende Senioren profitieren von Sicherheitsveränderungen im häuslichen Umfeld, wie dem Beseitigen von Stolperfallen oder einer guten, nicht blendenden Beleuchtung.

hh

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