Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Kinder: Morbus Crohn durch Antibiotika?

Aktuelles

Kind bekommt Antibiotikum-Saft verabreicht

Schaden manche Antibiotika bei Kindern mehr als dass sie nutzen?
© MAK - Fotolia

Mi. 26. September 2012

Verursachen Antibiotika chronische Darmerkrankungen?

Werden Kinder mit bestimmten Antibiotika behandelt, könnte dies später zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen führen. Dies berichten US-amerikanische Forscher in der Oktober-Ausgabe der Fachzeitschrift Pediatrics.

Anzeige

Sie hatten Daten von über einer Million britischer Kinder analysiert. Dabei fanden sie heraus, dass zwischen der Gabe von Antibiotika und dem Auftreten von entzündlichen Darmkrankheiten wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ein Zusammenhang besteht. Bei Kindern, die wegen einer Krankheit Penicillin, Tetracycline oder andere gängigen Antibiotika erhalten hatten, traten diese Darmerkrankungen häufiger auf, als bei anderen Kindern. Am höchsten – mehr als fünffach erhöht – war das Risiko für Kinder, die im Verlauf des ersten Lebensjahres mit entsprechenden keimtötenden Mitteln behandelt worden waren. Mit zunehmendem Alter sank das Erkrankungsrisiko zwar, doch war es bei Kindern, die bis zum fünften Lebensjahr Antibiotika erhalten hatten, immer noch mehr als doppelt so hoch.

Die entzündlichen Prozesse im Darm könnten durch Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmbakterien ausgelöst werden - entweder indem mehr schädliche Bakterien vorhanden sind oder indem die Anzahl schützender Bakterien abnimmt, lautet ein möglicher Erklärungsansatz. Viele Fragen seien jedoch noch offen, zum Beispiel ob sich die Veränderung der Darmflora durch Antibiotika direkt auf das Immunsystem auswirke.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Fieber: Ist es Grippe oder eine Erkältung?

Viele Menschen kennen die Unterschiede zwischen beiden Erkrankungen nicht.

Gelenkersatz: Wie lange hält's?

Forscher haben die Lebensdauer von Hüft- und Knieprothesen untersucht.

Wenn Medikamente den Schlaf rauben

Bestimmte Arzneimittelgruppen stören häufiger als andere die Nachtruhe.

Welche Symptome für Keuchhusten sprechen

Die Erkrankung verläuft bei Erwachsenen oft untypisch und anders als bei Kindern.

Das schützt vor Makuladegeneration

Wer diese sieben Tipps beherzigt, trägt damit dazu bei, die Sehkraft im Alter zu erhalten.

Schmerztabletten während der Stillzeit?

Manche Präparate sind für junge Mütter besser geeignet als andere.

Wärme oder Kälte bei Schmerzen?

Wärmflasche oder Kühlakku: Was bei welchen Beschwerden hilft, erfahren Sie hier.

Bei Kinderwunsch Folsäure einnehmen

Experten empfehlen Frauen, schon vor Beginn der Schwangerschaft Folsäure einzunehmen.

Autofahrer: Aufpassen bei diesen Arzneien

Auch rezeptfreie Mittel können die Fahrtüchtigkeit einschränken.

Placebos für die Psychotherapie

Scheinmedikamente könnten unter Umständen auch auf die Psyche wirken.

Erster wirksamer Migräne-Antikörper

Ein neues Medikament ist in der Lage, die Zahl der Kopfschmerz-Tage zu halbieren.

Haut im Winter richtig pflegen

In der kalten Jahreszeit trocknet die Haut besonders schnell aus.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen