Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Wie Ballaststoffe der Gesundheit nutzen

Aktuelles

Frau an einem Marktstand mit Obst und Gemüse

Obst und Gemüse enthalten viele gesunde Ballaststoffe.
© Gina Sanders - Fotolia

Do. 20. September 2012

Wie Ballaststoffe der Gesundheit nutzen

Ballaststoffe spielen für eine gesunde Verdauung eine wichtige Rolle. Daneben können sie helfen, das Risiko für Herzkrankheiten, Übergewicht und Diabetes zu verringern. Die auch als Füll- oder Quellstoffe bezeichneten Stoffe setzen sich vor allem aus den unverdaulichen Bestandteilen von Pflanzen zusammen.

Anzeige

Lösliche Ballaststoffe, zu denen unter anderem Pektin, Carrageen, Agar-Agar und Inulin zählen, absorbieren Wasser im Magen und Darm. Sie bilden eine Art Gel, das die Verdauung verlangsamt. Dies führt dazu, dass man sich länger satt fühlt, und kann beim Abnehmen helfen. Zudem verlangsamen lösliche Ballaststoffe die Verdauung und Aufnahme von Glukose. Der Blutzuckerspiegel steigt dadurch nach einer Mahlzeit langsamer an, was besonders für Diabetiker wichtig ist. Darüber hinaus wirken Ballaststoffe cholesterinsenkend, indem sie Gallensäure binden. Zur Produktion neuer Gallensäure wird vom Körper Cholesterin verbraucht. Lösliche Ballaststoffe sind vor allem in Obst, Gemüse und Hafer enthalten. Reich an Pektin sind beispielweise getrocknete Heidelbeeren und geriebene Äpfel, die auch als natürliche Mittel gegen Durchfall eingesetzt werden.

Unlösliche Ballaststoffe passieren den Dünndarm, ohne dabei verdaut zu werden. Somit erhöhen sie als Füllstoffe die Stuhlmenge und ziehen Wasser in den Stuhl, wodurch die Passage durch den Dickdarm verbessert wird. Es handelt sich dabei um pflanzliche Gerüstsubstanzen wie Zellulose, unlösliche Hemizellulose oder Lignin. Sie finden sich in Getreide- und Hülsenfrüchten, vor allem in Vollkornprodukten, Weizenkleie, in Gemüse wie Brokkoli, Kohl oder Wurzelgemüse.

Wer sich ballaststoffreich ernährt, muss gut Kauen und viel Trinken. Dies ist gerade auch bei der Umstellung wichtig, denn viele Menschen klagen zunächst über Verstopfung oder Blähungen. Hier kann es helfen, zunächst mit kleineren Mengen zu beginnen und die Ballaststoffmenge nach und nach in die Ernährung zu integrieren.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

So lässt sich die Sturzgefahr senken

Viele Unfälle passieren im Freien, warnen Experten.

Schmerzmittel steigern den Blutdruck

Besondere Vorsicht ist bei gängigen Schmerz- und Grippemitteln geboten.

Apotheker helfen bei häuslicher Pflege

Angehörige finden Unterstützung und Hilfsmittel in ihrer Apotheke vor Ort.

Thema der Woche: Fuß- und Nagelpilz

Beides lässt sich mit rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke behandeln.

Darmkrebs: Nüsse halbieren Sterberate

Krebspatienten profitieren offenbar davon, regelmäßig Nüsse zu essen.

Wechseljahre: Fenchel lindert Beschwerden

Die Heilpflanze könnte eine Alternative zur Hormonersatztherapie sein.

AMD: Augentropfen statt Spritzen?

Die unangenehme Behandlung mit Spritzen könnte bald der Vergangenheit angehören.

Herzinfarkt durch Atemwegsinfekt

In den ersten Tagen der Erkrankung ist das Risiko um das 17-fache höher.

Cannabis: Kasse kann Erstattung ablehnen

Das kann passieren, wenn nicht alle Therapiealternativen ausgeschöpft sind.

Thema der Woche: Heiserkeit im Alter

Mit einigen Tipps und etwas Training versagt die Stimme nicht so schnell.

Wattestäbchen gehören nicht ins Ohr

Täglich müssen Patienten wegen Verletzungen durch Wattestäbchen behandelt werden.

Enzym hilft bei Gluten-Sensibilität

Das Enzym verhindert, dass größere Mengen Gluten in den Dünndarm gelangen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen