Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Arzneipflanze des Jahres 2013

Aktuelles

Orangfarbene Blüte der Großen Kapuzinerkresse

Die Große Kapuzinerkresse wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2013 gewählt.
© Thomas Weidner/Universität Würzburg

Mo. 29. Oktober 2012

Große Kapuzinerkresse: Arzneipflanze des Jahres 2013

Die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) wurde vom "Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2013 gewählt. Die Pflanze wird seit Jahrzehnten zur Behandlung von Infekten eingesetzt.

Anzeige

Kapuzinerkresse enthält nicht nur viel Vitamin C, für die medizinische Wirkung sind jedoch die sogenannten Glucosinolate von noch größerer Bedeutung. Sie sind ähnlich wie bei Rettich oder Senf für den scharfen Geschmack verantwortlich. Nach der Einnahme werden sie in Senföle umgewandelt, die die Vermehrung von verschiedenen Bakterien, Viren und Pilzen hemmen, zudem weisen sie einen durchblutungsfördernden Effekt auf. Seit Jahrzehnten wird die Kapuzinerkresse bei der Therapie und in der Prophylaxe von Infekten der Atemwege und der Harnwege eingesetzt. Die positiven Erfahrungen konnten in den letzten Jahren durch viele Studien und experimentelle Daten zum antimikrobiellen Wirkspektrum der Senföle auch wissenschaftlich untermauert werden.

In den letzten Jahren kamen Studien zu dem Ergebnis, dass Kapuzinerkressenkraut zusammen mit Meerrettichwurzel bei Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Bronchitis und akuter Blasenentzündung wirksam und gut verträglich sind. Das eingesetzte Präparat erwies sich als gleichwertig gegenüber einer Standard-Therapie mit Antibiotika. Seit 2010 durchgeführte Untersuchungen legen sogar eine hemmende Wirkung bei dem pandemischen Influenzavirus H1N1 nahe. Daneben besteht längerfristig die Hoffnung, dass die Senföle den in Deutschland immer noch ansteigenden Gebrauch von Antibiotika mit der zunehmenden Problematik der Resistenzen senken können. So scheint die Kapuzinerkresse noch ein größeres Potenzial zu besitzen, was für die Wahl zur Arzneipflanze des Jahres 2013 mitentscheidend war.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Italienischer Kaffee schützt vor Krebs

Trinken Männer mehrere Tassen am Tag, sinkt das Risiko für Prostatakrebs.

Lesertelefon: Reiseimpfungen

Experten geben am 27. April Auskunft über wichtige Impfungen vor der nächsten Urlaubsreise.

Weißwein und Schnaps tragen zu Rosazea bei

Speziell bei Frauen scheint sich durch Alkoholika das Risiko für die Hautkrankheit zu erhöhen.

Diät-Limo erhöht das Risiko für Demenz

Egal ob Zucker oder künstliche Süßstoffe: Beides schadet offenbar dem Gehirn.

Thema der Woche: Männerleiden

Manche gesundheitlichen Probleme treffen nur oder vor allem das vermeintlich starke Geschlecht.

Energiekick? Besser Treppe als Kaffee

Es gibt effektivere Fitmacher gegen das Mittagstief als Koffein aus Kaffee oder Cola.

Tumorzellen auf Aminosäure-Entzug

Forscher haben evtl. einen Weg gefunden, wie sich Krebszellen aushungern lassen.

Mit Cannabis-Creme gegen Juckreiz

Möglicherweise eine Therapieoption für Menschen mit Ekzemen, Neurodermitis oder Psoriasis.

Machen manche Fette Menschen faul?

Forscher gehen davon aus, dass weit verbreitete Fette zu einem sitzenden Lebensstil beitragen.

Thema der Woche: Jojo-Effekt vermeiden

Je nach Diät ist es eine große Herausforderung, das Gewicht anschließend zu halten.

Magnesium beugt Knochenbrüchen vor

Nicht nur Calcium und Vitamin D stärken die Knochen.

Säureblocker und NSAR: Riskante Kombi?

Die gängige Kombination dieser beiden Medikamente schadet dem Darm.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen