Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Alkohol stresst das Herz

Aktuelles

Älteres Paar trinkt Wein.

Maximal ein alkoholisches Getränk pro Woche gilt noch als leichter Alkoholkonsum.
© Yuri Arcurs - Fotolia

Di. 02. Oktober 2012

Für Herzkranke gilt: Vorsicht beim Alkohol!

Schon mäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Vorhofflimmern bei älteren Menschen mit Herzkrankheiten oder fortgeschrittenem Diabetes. Das berichtet ein internationales Forscherteam in der Fachzeitschrift Canadian Medical Association Journal.

Anzeige

Mit zunehmendem Alkoholkonsum stieg der Studie zufolge bei einer entsprechenden Krankheitsvorgeschichte die Gefahr für Vorhofflimmern an. Darüber hinaus hatten die Forscher die Auswirkung von Alkoholexzessen betrachtet. Ein solcher liegt vor, wenn fünf alkoholische Getränke und mehr an einem Tag getrunken wurden – egal wie viel Alkohol gewohnheitsmäßig konsumiert wird. Das Ergebnis: Ein Vollrausch steigert das Risiko für Vorhofflimmern, egal wie die regelmäßigen Trinkgewohnheiten aussehen. Andere Studien deuten darauf hin, dass exzessives Trinken auch bei gesunden Menschen zu Vorhofflimmern führen kann, so die Forscher. Dagegen scheine bei Gesunden mäßiges Trinken alleine das Risiko für Vorhofflimmern nicht zu erhöhen.

Ein leichter Alkoholkonsum liegt bei Menschen vor, die maximal ein alkoholisches Getränk pro Woche konsumieren. Nach Einteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht man bei Frauen von moderatem Alkoholkonsum, wenn bis zu zwei Gläser pro Tag oder 14 Gläser pro Woche getrunken werden. Für Männer liegt die Grenze bei drei Drinks pro Tag oder 21 pro Woche. Alles was darüber hinausgeht, fällt unter starken Alkoholkonsum.

Die Ergebnisse der Forscher stammen aus einer großen Studie mit mehr als 30.000 Personen im Alter von 55 Jahren aufwärts aus 40 Ländern, die unter Herz-Kreislauferkrankungen oder fortgeschrittenem Diabetes mit Organschäden litten. Bei Analyse der Daten zeigte sich, dass knapp zwei Drittel nur wenig Alkohol tranken, bei etwa einem Drittel war der Alkoholkonsum moderat und ein geringer Prozentsatz von 1,7 Prozent zählte zu den starken Trinkern.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sorgen Darmbakterien für Multiple Sklerose?

Eine neue Entdeckung könnte die MS-Therapie deutlich verbessern.

Schluckbeschwerden: Hilfe vom Apotheker

Wenn der Hunger fehlt oder das Schlucken schwer fällt, weiß die Apotheke vor Ort Rat.

Widerspruchslösung für Organspenden

Notfallmediziner begrüßen das Konzept, das auch in Deutschland eingeführt werden soll.

Stärkt Vitamin D die Knochen doch nicht?

Eine große Analyse kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Richtige Pflege bei Reibeisenhaut

Mit der richtigen Creme und einem Peeling sind Betroffene gut beraten.

Blasenentzündung: Viel trinken beugt vor

Wer zu Harnwegsinfekten neigt, profitiert davon, täglich 1,5 Liter mehr zu trinken.

Neue Therapie zur Migräne-Prophylaxe

Das Medikament wird voraussichtlich Ende des Jahres zur Verfügung stehen.

Auto fahren trotz Augenerkrankung

Fahrassistenzsysteme können dabei unterstützen, stoßen jedoch auch an Grenzen.

Psychotherapie wird zu selten genutzt

Bei Depressionen werden oft ausschließlich Medikamente verordnet.

HIV-Selbsttests sind ab sofort erhältlich

Welche Tests empfehlenswert sind und worauf Anwender achten müssen, lesen Sie hier.

Wie gefährlich ist das West-Nil-Virus?

Das Virus hat sich in diesem Jahr in Europa ausgebreitet und zu vielen Erkrankungen geführt.

Infektion durch Listerien vorbeugen

Mit dieser Checkliste können schwere Lebensmittelinfektionen vermieden werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen