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Blühendes Johanniskraut

Beim Johanniskraut sind die Neben- und Wechselwirkungen gut erforscht.
© R. Freund

Do. 25. Oktober 2012

Nahrungsergänzungen können Arzneiwirkung stören

Pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel gelten als gut verträglich und frei von Nebenwirkungen. Doch das gilt nicht in jedem Falle. Es können Wechselwirkungen mit häufig verwendeten Medikamenten auftreten. Das schreiben Wissenschaftler aus Taiwan in der Fachzeitschrift "International Journal of Clinical Practice".

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Die Forscher hatten über 80 Studien ausgewertet und dabei festgestellt, dass Präparate mit Johanniskraut, Ginkgo, Magnesium, Calcium oder Eisen häufiger zu unerwünschten Begleiterscheinungen führten. Sie raten besonders Menschen, die Medikamente gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder psychische Leiden einnehmen, hier aufmerksam zu sein.

Wer Insulin, Digoxin oder Mittel verwendete, die die Blutgerinnung beeinflussen, wie Warfarin, Acetylsalicylsäure oder Ticlopidin, war ihren Erkenntnissen nach am ehesten von Wechselwirkungen mit pflanzlichen Präparaten und Nahrungsergänzungsmitteln betroffen. In den meisten Fällen verändert sich dadurch, wie der Körper die verschriebenen Arzneimittel verstoffwechselt. Folge: Die Wirkung wird unberechenbar.

"Es wird geschätzt, dass beispielsweise in den USA mehr als die Hälfte aller Menschen mit chronischen Krankheiten oder Krebs ergänzende Mittel verwendet, sagte Studienautor Dr. Hsiang-Wen Lin, Pharmazeut aus Taiwan. Patienten, die vom Arzt Medikamente verschrieben bekommen, sollten sich auf jeden Fall vom ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen, wenn sie zusätzlich rezeptfreie Arzneimittel oder Nahrungsergänzungen einnehmen.

RF

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