Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Tipps zur Kortison-Anwendung

Aktuelles

Älterer Mann mit Asthmaspray

Asthmasprays mit Kortison wendet man am besten vor dem Essen an.
© waxart - Fotolia

Fr. 16. November 2012

Richtig angewendet hat Kortison nur selten Nebenwirkungen

Viele Patienten stehen Kortison und anderen Wirkstoffen aus der Gruppe der Glucocorticoide noch immer skeptisch gegenüber. "Dabei ist Kortison bei lokaler Anwendung meist gut verträglich", erklärt Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Die Vorbehalte beruhten auf Halbwissen und stammten aus den 70er Jahren, als Kortison negative Schlagzeilen machte.

Anzeige

Nebenwirkungen können auftreten, wenn Kortison über längere Zeit großflächig auf die Haut aufgetragen wird. Auch das Abdecken mit einer Folie kann dazu beitragen, dass der örtlich aufgetragene Wirkstoff über die Haut ins Blut gelangt. Andere Nebenwirkungen zeigen sich direkt an der Haut: Sie wird mit der Zeit dünn und leicht verletzbar, Dehnungsstreifen oder Erweiterungen der kleinen Blutgefäße werden sichtbar.

Schmidt: "Patienten können sich in der Apotheke darüber informieren, wie sie die Nebenwirkungen verringern können." Er rät, Kortison-haltige Arzneimittel je nach Konzentration und Wirkstoff nicht länger als einige Wochen auf die Haut aufzutragen. Die ein- bis zweimalige Anwendung pro Tag reiche meist aus. Eine häufigere Anwendung steigere das Risiko für Nebenwirkungen. In Hautfalten und im Gesicht sollten diese Medikamente grundsätzlich nur mit Vorsicht aufgetragen werden. Nach dem Auftragen unbedingt die Hände waschen!

Kortison-haltige Asthmasprays oder -pulver entfalten ihre volle Wirkung erst nach Tagen bis Wochen. Gegen Asthmaanfälle wirken sie nicht direkt. "Das sollten Patienten wissen, damit sie ein verordnetes Medikament nicht vorschnell als 'unwirksam' abschreiben", sagt Schmidt. Um das Risiko einer Pilzinfektion im Mundraum zu verringern, werden diese Medikamente vor den Mahlzeiten angewendet. Alternativ empfehlen Apotheker, sich nach jeder Inhalation den Mund auszuspülen oder die Zähne zu putzen.

ABDA

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Kontaktlinsen richtig reinigen: So klappt’s

Es reicht nicht aus, die Linsen lediglich über Nacht in Reinigungsmittel zu legen.

Medikament gegen Wochenbettdepression

In den USA wurde erstmals ein Medikament gegen postnatale Depressionen zugelassen.

Verhaltenstherapie hilft bei Inkontinenz

Forscher haben verschiedene Therapiemethoden miteinander verglichen.

Oxymetazolin-Creme hilft bei Rosacea

Durch den Wirkstoff verengen sich die Blutgefäße und Hautrötungen gehen zurück.

Sitz-Training gegen Ohnmachtsanfälle

Menschen, die häufiger das Bewusstsein verlieren, könnten davon profitieren.

Späte Vaterschaft birgt Risiken

Auch das Alter des Vaters wirkt sich auf den Verlauf einer Schwangerschaft aus.

Biotin kann Bluttest verfälschen

Präparate mit Biotin können offenbar Laborergebnisse beeinflussen- mit gefährlichen Folgen.

Bauchschmerzen bei einem Herzinfarkt?

Gerade bei älteren Frauen macht sich ein Herzinfarkt oft anders bemerkbar.

Cholesterin-Senker auch im hohen Alter?

Ältere Menschen profitieren durchaus von Statinen, zeigt eine neue Untersuchung.

Vitamin-Pillen nicht in Küche oder Bad lagern

Zu hohe Luftfeuchtigkeit zerstört die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln.

Menstruationstasse oder Tampon?

Eine Frauenärztin erklärt, für wen sich Menstruationstassen eignen.

Mehr Jüngere erleiden einen Herzinfarkt

Ein Risikofaktor dafür könnte Drogenmissbrauch sein, glauben Forscher.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen