Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Laktose in Tabletten gut verträglich

Aktuelles

Eine Hand hält ein Glas mit Wasser, die andere eine weiße Tablette

Viele Tabletten enthalten Milchzucker als Hilfsstoff, allerdings in geringen und daher verträglichen Mengen.
© monropic - Fotolia

Sa. 01. Dezember 2012

Laktose-Intoleranz: Milchzucker in Tabletten gut verträglich

Milchzucker, auch Laktose genannt, ist bei der Herstellung von Tabletten ein weit verbreiteter Hilfsstoff. Befürchtungen von Menschen mit einer Laktose-Intoleranz, sie könnten die Tabletten nicht vertragen, sind unbegründet. "Betroffene können Tabletten in der Regel ohne Probleme einnehmen", informiert Lutz Engelen, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.

Denn bei den meisten Menschen mit einer Laktose-Intoleranz ist noch eine Restaktivität des Milchzucker abbauenden Enzyms vorhanden. Diese reicht aus, um die in einer Tablette enthaltene Menge Laktose zu verarbeiten. In einer Tablette befindet sich meist nicht mehr Milchzucker als in einem Esslöffel Kuhmilch.

Anzeige

Bei einer Milchzucker-Unverträglichkeit entstehen Beschwerden durch die fehlende oder verminderte Aktivität des körpereigenen Enzyms Laktase. Dieses Enzym spaltet Milchzucker im Dünndarm in seine Bestandteile auf. Fehlt es, gelangt der Milchzucker unverdaut in den Dickdarm. Die dort lebenden Bakterien nehmen den Zucker dann auf und setzen Gase frei. Mögliche Folgen sind Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Wie viel Milchzucker ohne Beschwerden vertragen wird, müssen Betroffene individuell ausprobieren.

Meiden Sie in der Folge Milchprodukte, fehlt ihnen eine Calciumquelle und das Risiko für Osteoporose steigt. "Fragen Sie daher Ihren Apotheker, wie Sie durch richtige Ernährung einem Calciummangel vorbeugen können", rät Engelen. Bundesweit haben sich mehr als 2.300 Apotheker auf Ernährungsberatung spezialisiert und informieren Menschen mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten. Bei einer Milchzucker-Unverträglichkeit können Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium sinnvoll sein. Alternativ können Betroffene das Enzym Laktase in Form von Tabletten oder Tropfen einnehmen und vertragen dann größere Mengen Milch ohne Verdauungsbeschwerden.

ABDA

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Heiraten ohne Niesen und Schniefen

Mit diesen 8 Tipps gestaltet das Brautpaar die Hochzeit garantiert allergikerfreundlich.

Würfelqualle: Was hilft nach Kontakt wirklich?

Forscher warnen: Viele gängige Erste-Hilfe-Tipps können die Verletzung verschlimmern.

So gelingt der Start ins Lauftraining

Mit diesen drei Tipps stellen sich schnell Erfolgserlebnisse ein.

Thema der Woche: Heuschnupfen

Mit diesen Tipps kommen Allergie-Geplagte gut durch das Frühjahr.

Zeitumstellung: Kinder vorbereiten

Gerade Babys und kleinen Kindern macht das Drehen an der Uhr zu schaffen.

E-Zigarette: Erster Schritt zum Rauchen?

Dampfen führt nicht automatisch auch zum Rauchen von herkömmlichen Zigaretten.

Hämorrhoiden frühzeitig behandeln

Je nach Stadium gibt es wirkungsvolle Medikamente in der Apotheke.

Erste Hilfe bei Baby-Blues

Ein Mix aus drei Präparaten hilft gegen das Stimmungstief nach der Geburt.

Impfstatus regelmäßig überprüfen lassen

Apotheker warnen: Kaum ein Impfschutz hält ein Leben lang.

Thema der Woche: Plötzlich Pflegefall

Was Angehörige jetzt wissen müssen, lesen Sie im aktuellen Thema der Woche.

Cannabis gibt es ab sofort auf Rezept

Für gesetzlich versicherte Patienten übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

Gemüse, Obst, Nüsse: Was ist gesund?

Welche Lebensmittel besonders zu empfehlen sind, zeigt eine neue Analyse.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen