Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Vertrauen sorgt für Einnahmetreue

Aktuelles

Ärztin schüttelt Patient die Hand.

Kommen Arzt und Patient gut miteinander klar, hat das großen Einfluss auf die Therapietreue.
© WavebreakmediaMicro - Fotolia

Fr. 04. Januar 2013

Medikamente: Vertrauen zum Arzt verbessert die Einnahmetreue

Selbst das beste Medikament kann nicht helfen, wenn es nicht wie verschrieben eingenommen wird. US-amerikanische Forscher haben jetzt herausgefunden, wie sich die Einnahmetreue der Patienten, die sogenannte Medikamenten-Adhärenz, fördern ließe.

Anzeige

Das Rezept ist einfach und heißt: Kommunikation - und zwar eine, die den Patienten mit einbezieht und bei ihm ankommt. In ihrer Studie fanden die Forscher heraus, dass ganze dreißig Prozent der beobachteten Patienten ihre Medikamente nicht so einnahmen, wie ihre Ärzte es erwarteten. Positiv wirkte es sich stattdessen aus, wenn Patienten das Gefühl hatten, ihre Ärzte hörten ihnen zu, wenn sie in Entscheidungen mit einbezogen wurden und die Ärzte das Vertrauen ihrer Patienten gewonnen hatten. Hier lagen die Zahlen für das Nicht-Einhalten der Medikation um vier bis sechs Prozent niedriger, als bei jenen, die ihren Ärzten schlechte Noten in Sachen Kommunikation gegeben hatten. Die Medikamenten-Adhärenz sei besser, wenn Ärzte eine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Patienten aufgebaut hätten, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift JAMA Internal Medicine. Dies gelte selbst dann, wenn bei den Gesprächen nicht die Einhaltung der medikamentösen Therapie im Mittelpunkt stehe.

Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler Daten von fast 9.400 Patienten betrachtet, die blutzucker-, blutdruck- bzw. cholesterinsenkende Medikamente einnahmen. Die Patienten wurden befragt, wie sie die Kommunikation mit ihren Ärzten einschätzten. Die Einhaltung des Therapieplans wurde anhand der eingelösten Rezepte überprüft.

In Deutschland prüfen aktuell Ärzte und Apotheker gemeinsam in einer Studie, wie sich die Einnahmetreue der Patienten weiter verbessern lässt. Die Untersuchung läuft noch bis zum Jahr 2015.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Thema der Woche: Kopfläuse loswerden

Am besten funktioniert eine Kombination aus nassem Auskämmen und Insektiziden.

Pankreas-Tumor: Neue Therapieansätze

Forscher haben herausgefunden, warum Bauchspeicheldrüsenkrebs so schwer zu behandeln ist.

Wirkstoff-Kombination bekämpft Hörverlust

Forschern ist es gelungen, Haarzellen im Ohr von Mäusen zu reparieren.

Risiko für Brustkrebs-Rückfall minimieren

Mit 6 Dingen lässt sich das Risiko einer Wiederkehr der Krankheit verringern.

Grippe und Erkältung: Wie lange ansteckend?

Mediziner erklären, wann die Ansteckungsgefahr am größten ist.

Apotheker prüfen täglich Medikamente

Damit stellen Apotheker sicher, dass jeder Patient seinen Arzneimitteln vertrauen kann.

Thema der Woche: Typ-1-Diabetes

Apotheker geben Jugendlichen und Eltern Tipps zum Umgang mit der Krankheit.

Arzt: Selbstzahler-Leistung oft schädlich

Einige IGeL-Leistungen schaden der Gesundheit mehr als sie nützen.

Wärme und Massage bei Rückenschmerzen

Experten raten davon ab, sofort Schmerzmittel einzunehmen.

Gewicht halten in den Wechseljahren

Bei vielen Frauen verändert sich nach der Menopause die Figur.

Trotz Bluthochdruck in die Sauna?

Ein Experte gibt Bluthochdruck-Patienten Tipps für den Sauna-Besuch.

FSME: Experten rufen zur Impfung auf

Die durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung kann tödlich enden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen