Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Fußpilz lang genug behandeln

Aktuelles

Nackte Füße auf Frühlingswiese

Endlich wieder barfuß laufen - darauf freuen sich die Füße den ganzen Winter.
© lisalucia - Fotolia

Mo. 18. Februar 2013

Fußpilz-Behandlung: lang genug dranbleiben

Viele Patienten, die Fußpilz mit Medikamenten selbst behandeln, brechen die Therapie zu früh ab. Denn um den Pilz vollständig zu beseitigen, müssen gängige, apothekenpflichtige Pilzmittel mit Bifonazol, Clotrimazol, Econazol oder Miconazol drei bis vier Wochen lang konsequent angewendet werden.

Für die Therapietreue der Patienten sei eine so lange Behandlungsdauer ein absolutes Desaster, sagte Dr. Hiltrud von der Gathen, Inhaberin der Ickerner Markt-Apotheke in Castrop-Rauxel, bei einem Fortbildungskongress für Apotheker in der Schweiz. Untersuchungen hätten ergeben, dass Patienten die Mittel im Schnitt bereits nach einer Woche absetzen. Um das zu vermeiden, müssten Patienten daher unbedingt zu einer ausreichend langen Therapie ermutigt werden.

Anzeige

Eine Alternative mit deutlich kürzerer Behandlungsdauer ist Terbinafin. Salben und Cremes mit diesem Wirkstoff müssen bei Fußpilz nur sieben Tage lang aufgetragen werden. Daneben gibt es auch ein alkoholisches Terbinafin-Gel zur Einmalanwendung. Auch bei diesem Präparat gibt es Beratungsbedarf. So müssen Patienten nacheinander beide Füße behandeln, beginnend mit dem befallenen Fuß. Danach dürfen die Füße 24 Stunden lang nicht gewaschen oder befeuchtet werden.

Zur Vermeidung von Fußpilzinfektionen sollten Patienten das Barfußlaufen unterlassen, ihre Füße regelmäßig mit pflegenden Mitteln einreiben, beim Ankleiden die Socken stets vor dem Slip anziehen sowie ihre Strümpfe und Schuhe desinfizieren. Dabei sind Desinfektionssprays mit dem pilztötenden Wirkstoff Octenidin zu bevorzugen.

PZ/AM

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Kortison-Nasensprays wieder auf Rezept

Ärzte können Allergikern wieder Nasensprays auf Kosten der Krankenkassen verordnen.

Hörverlust deutet auf frühen Tod hin

Auch die familiären Beziehungen spielen dabei offenbar eine Rolle.

Was tun bei trockenen Augen?

Trockene Heizungsluft, eisige Kälte und Wind machen vielen Menschen Probleme.

Gene steuern, wie viel wir uns bewegen

Ob sich jemand im Alltag viel bewegt, bestimmt offenbar auch das Erbgut.

Antidepressiva bei Herzschwäche?

Viele Medikamente sind für Herzkranke nicht geeignet.

Die Menstruation ist oft ein Tabuthema

In vielen Regionen der Welt sind Frauen und Mädchen dadurch stark benachteiligt.

Resistenzen: Vom Tier auf den Menschen

60 Prozent aller Krankheiten des Menschen sind auf Tiere zurückzuführen.

Duftkerzen können Allergien auslösen

Einige Duftstoffe, die zum Beispiel in Kerzen stecken, sind für die Gesundheit bedenklich.

Anhaltenden Knieschmerz abklären lassen

Die Schmerzen können ein Warnzeichen für fortschreitende Arthrose sein.

Ist Nasenbohren gefährlich?

Gefährliche Pneumokokken könnten sich auf diese Weise übertragen.

Ein Marathon belastet das Herz

Kürzere Distanzen wie ein Halbmarathon belasten den Herzmuskel weniger stark.

Schwerhörigkeit fördert Demenz

Unbehandelt kann ein Hörverlust zu Demenz und anderen Krankheiten führen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen