Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Atmen und Sprechen setzt Grippeviren frei

Aktuelles

Ärztin hört hustende Patientin mit Stethoskop ab

Ein Grippekranker muss gar nicht einmal husten, um seine Umgebungsluft mit Viren zu überschütten. Bereits beim Atmen und Sprechen ist Grippe ansteckend.
© Alexander Raths - Fotolia

Mi. 20. Februar 2013

Grippe: Ansteckend beim Atmen und Sprechen

Grippeviren werden mit Tröpfchen verbreitet – aber nicht nur mit den größeren, wie sie beim Husten und Niesen durch die Gegend katapultiert werden. Es reichen bereits kleinste Partikel, die beim Atmen oder Sprechen freigesetzt werden. Durch diese könnten sich andere Personen selbst in einem Abstand von fast zwei Metern noch anstecken.

Anzeige

Zu diesem Ergebnis kommen US-amerikanische Wissenschaftler, die die Verbreitung von Viren in der näheren Umgebung von Grippekranken erforscht hatten. Für ihre Tests hatten sie in der Grippesaison 2010/2011 94 Patienten mit grippeähnlichen Symptomen untersucht. Von diesen waren 61 tatsächlich mit dem Influenzavirus infiziert, 26 gaben Viren an die Luft ab. Die Wissenschaftler analysierten daraufhin Luftproben, die in einem Abstand von 30, 90 und 180 Zentimetern vom Kopf der Grippepatienten genommen wurden. Zwar nahm die Konzentration ab, je größer der Abstand vom Kopf des Patienten war, doch selbst in 180 cm Abstand war die Konzentration der Erreger in der Luft noch so hoch, dass sie bei der Hälfte aller Menschen zur Ansteckung ausreichen würde, berichten die Forscher im Fachblatt Clinical Infectious Diseases.

Bisher gingen viele Experten davon aus, dass Influenzaviren überwiegend durch Tröpfcheninfektion, also Husten und Niesen, verbreitet werden. Doch scheinen nur wenige Mikrometer große Partikel eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Ansteckung zu spielen. Diese können schon beim Sprechen und Atmen von erkrankten Personen freigesetzt werden. Anders als größere Tröpfchen, die schon in den oberen Atemwegen abgefangen werden, sind sehr kleine Aerosole (kleiner als 4,5 Mikrometer) in der Lage, direkt bis in die Lunge vorzudringen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Thema der Woche: Hilfe bei Erkältung

Wie sich die lästigen Beschwerden gezielt behandeln lassen, erfahren Sie hier.

Schmerzmittel in der Schwangerschaft?

Forscher haben untersucht, welche Auswirkungen die Einnahme hat.

USA: Neuer Grenzwert für Bluthochdruck

Künftig wird bereits ab einem Wert von 130/80 mm Hg von Bluthochdruck gesprochen.

Diabetes: Herzinfarkt oft ohne Warnzeichen

Viele Diabetiker spüren keine typischen Alarmsignale wie Brustschmerzen.

Schlingen macht dick und schadet dem Herz

Schnelles Essen ist schlecht für die schlanke Linie und erhöht das Risiko für Herzkrankheiten.

Hörgeräte vor Frost und Nässe schützen

Mit diesen Tipps kommen Hörsystemträger gut durch den Winter.

Thema der Woche: Gesunde Gewürze

Lesen Sie hier, was Ingwer, Kurkuma, Chili und Zimt können.

Wasser zum Essen beugt Übergewicht vor

Wer zum Essen ein Glas Wasser trinkt, isst automatisch weniger.

Warum Liegestütze das Leben verlängern

Krafttraining ist für die Gesundheit genauso wichtig wie Ausdauersport.

Richtige Hautpflege im Winter

In der kalten Jahreszeit ist es ratsam, die Pflegerituale zu verändern.

Wie lange Antibiotika einnehmen?

Gängige Faustregeln greifen offenbar zu kurz, mahnen Experten.

Walnüsse senken den Cholesterinspiegel

Das gilt sogar unabhängig davon, was ansonsten auf dem Speiseplan steht.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen