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Ärztin bespricht mit einem Patienten den Impfpass

Für den Fall, dass sich Erwachsene nicht mehr genau an zurückliegende Impfungen erinnern können oder diese nicht im Impfpass vermerkt wurden, gibt es klare Empfehlungen, um schnell einen Komplettschutz aufzubauen.
© Alexander Raths - Fotolia

Mo. 11. Februar 2013

Impfung: Komplettschutz mit wenigen Injektionen

Bei Erwachsenen, bei denen unklar ist, welche Impfungen sie in der Vergangenheit erhalten haben, lässt sich mit wenigen Impfungen ein Komplettschutz aufbauen. Das sagte Professor Dr. Ulrich Heininger vom Universitäts-Kinderspital in Basel auf einem Fortbildungskongress für Apotheker in der Schweiz.

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Immer wieder kommt es vor, dass Erwachsene ihren Impfpass verloren haben oder sich nicht genau an zurückliegende Impfungen erinnern können. Für diesen Fall hat die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut ein Schema ausgearbeitet, nach dem Erwachsene mit wenigen Impfungen einen Schutz gegen die wichtigsten Krankheitserreger aufbauen können. Dabei ist vorgesehen, dass gegen Tetanus, Diphtherie und Polio dreimal geimpft wird. Die zweite Impfung findet im Abstand von mindestens einem Monat zur ersten statt. Die dritte wiederum mehr als sechs Monate nach der zweiten. Gegen Keuchhusten wird einmal geimpft. Diese Impfungen sollen dann nach zehn Jahren aufgefrischt werden, erklärte Heininger, der selbst Mitglied der STIKO ist.

Weiterhin ist für Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden, eine Impfung gegen Masern vorgesehen. Für Frauen im gebährfähigen Alter kommt dann noch die Impfung gegen Röteln dazu. Wer noch nie dagegen geimpft wurde, erhält zwei Immunisierungen, die im Abstand von einem Monat verabreicht werden. Wurde in der Vergangenheit bereits dagegen geimpft, reicht eine Auffrischung. Da es vielfache Kombinationsimpfstoffe gibt, sind selbst für den Komplettschutz nur wenige Spritzen erforderlich. Der auf diese Weise erworbene Standardschutz lässt sich natürlich noch ergänzen zum Beispiel durch die jährliche Grippeimpfung.

RF

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