Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Medikamente in der Schwangerschaft

Aktuelles

Schwangere hält Medikamente in der Hand

Nicht jedes Medikament ist auch für Schwangere geeignet. Oft lässt sich aber eine Alternative finden.
© anna - Fotolia

Mo. 25. Februar 2013

Medikamente: Was geht in der Schwangerschaft?

Mitunter sind Medikamente während der Schwangerschaft unvermeidlich. Vor der Einnahme muss abgeklärt sein, dass der Arzneistoff dem Ungeborenen nicht schadet. Das Pharmakovigilanz-Zentrum Embryonaltoxikologie an der Charité Berlin sammelt dazu sämtliche Daten. Die Neue Apotheken Illustrierte sprach mit dem Leiter des Zentrums, Privatdozent Dr. Christof Schaefer. Zu lesen in der aktuellen Ausgabe vom 1. März 2013.

Die meisten Anfragen bekommt das Pharmakovigilanz-Zentrum Embryonaltoxikologie in Berlin bezüglich schwangerer Frauen, die aufgrund einer chronischen Grunderkrankung regelmäßig Arzneimittel einnehmen müssen. In 25 Prozent der Fälle geht es um Psychopharmaka, die die Schwangeren wegen eines psychischen Leidens einnehmen müssen. Schaefer: "Die Arzneien bitte nicht auf eigene Faust absetzen, sondern zuerst den behandelnden Arzt fragen." Falls aufgrund der Schwangerschaft ein anderes Medikament benötigt wird, "finden wir fast immer eine Lösung".

Anzeige

Doch auch akute Beschwerden wie Migräne oder ein grippaler Infekt machen vor Schwangeren nicht Halt. Frauen mit Migräne-Attacken empfiehlt Schäfer das gut verträgliche Sumatriptan, das speziell gegen Migräne entwickelt wurde. Allgemeine Beschwerden einer Erkältung wie Gliederschmerzen oder Zahnschmerzen lassen sich mit Paracetamol oder Ibuprofen mildern. "Paracetamol ist während der gesamten Schwangerschaft ohne Bedenken einzunehmen. Ibuprofen ist dagegen nur bis zur 28. Schwangerschaftswoche zu empfehlen", informiert Schaefer.

Von Kombinationsarzneimitteln rät der Experte grundsätzlich ab. Sinnvoller sei es, die Beschwerden lokal zu behandeln. So zum Beispiel abschwellend wirkende Nasentropfen bei Schnupfen, Wadenwickel gegen Fieber oder Inhalationen etwa mit Kochsalzlösungen bei Husten.

Weitergehende Informationen im Internet

Auf der Website des Pharmakovigilanz-Zentrum Embryonaltoxikologie der Charité, www.embryotox.de, erhält man Informationen zum möglichen Risiko einzelner Arzneistoffe in der Schwangerschaft. Darüber hinaus bietet das Zentrum auch eine telefonische Beratung werdender Mütter an.

NAI

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Herzrhythmusstörungen früh behandeln

Dadurch lassen sich viele Krankenhaus-Einweisungen und Herz-Kreislauf-Todesfälle verhindern.

Tee und Äpfel senken Blutdruck

Das liegt an bestimmten Pflanzenstoffen, die Flavanole heißen.

Babyflaschen setzen viel Mikroplastik frei

Die Belastung steigt besonders, wenn heiße Flüssigkeit darin zubereitet wird.

Engpässe bei Grippeimpfstoffen

Eine Umfrage zeigt, wie angespannt sich die Lage zurzeit darstellt.

Depression: Zu viel Schlaf ist schädlich

Viel Schlaf und langes Liegen im Bett kann die Symptome verschlechtern.

Starke Kopfschmerzen sind ein Warnzeichen

Extreme Kopfschmerzen können auf ein lebensgefährliches Aneurysma hindeuten.

Gesundheits-Apps auf Rezept

In Deutschland gibt es künftig Gesundheits-Apps, die kostenfrei auf Kassenrezept verfügbar sind.

Verstopfung in der Schwangerschaft

Etwa jede zweite Frau leidet während und kurz nach der Schwangerschaft unter Verstopfungen.

Vitamin D und Kalzium helfen bei Schwindel

Wiederkehrende Schwindelattacken könnten damit verhindert werden, zeigt eine neue Studie.

Fisch kann Listerien enthalten

Einige Menschen müssen bei geräuchertem oder rohem Fisch aufpassen.

Wann ist Unordnung nicht mehr normal?

Eine Psychologin erklärt, was es mit dem Messie-Syndrom auf sich hat und welche Warnzeichen es gibt.

Physiotherapie bessert Ischiasbeschwerden

Fängt die Therapie so früh wie möglich an, zeigt sie oft gute Ergebnisse.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen