Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Syphilis möglichst früh behandeln

Aktuelles

Buntes Kondom

Dank "Safer Sex" ist die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen in den 1990er Jahren stark zurückgegangen.
© full image - Fotolia

Fr. 08. Februar 2013

Syphilis möglichst früh behandeln

Seit 2001 ist ein steiler Anstieg der Syphilis-Neuerkrankungen in Deutschland zu verzeichnen. Im frühen Stadium lässt sich die Krankheit aber gut behandeln, sagte Professor Dr. Helmut Schöfer von der Uniklinik Frankfurt auf einem Fortbildungskongress für Apotheker in Davos, Schweiz.

Nach einer Ansteckung mit Syphilis-Erregern dauert es etwa drei Wochen, bis sich Krankheitszeichen wie Lymphknotenschwellungen oder kleine entzündliche Geschwüre an den Genitalien zeigen. Charakteristisch für Syphilis sei laut Schöfer, dass diese Geschwüre nicht schmerzen und nach einer Weile von selbst abheilen, weswegen viele Patienten nicht zum Arzt gingen. In diesem ersten Stadium der Erkrankung lässt sich die Erkrankung jedoch noch recht unkompliziert behandeln. "Es reicht eine Injektion mit Benzatin-Benzyl-Penicillin", erklärte Schöfer.

Anzeige

Zwei bis drei Monate nach der Ansteckung beschränkt sich die Erkrankung nicht mehr auf den Genitalbereich. Dann stellen sich unter anderem grippeähnliche Symptome, Haarausfall und Hautausschläge am ganzen Körper inklusive der Handflächen und Fußsohlen ein. "Im Gegensatz zu ähnlich aussehenden Ausschlägen wie bei Masern oder Arzneimittel-Allergien jucken diese nicht", informierte Schöfer. Zur Behandlung seien nun jedoch höhere Antibiotika-Dosen notwendig, die über mehrere Wochen verabreicht würden.

In Deutschland infizierten sich im Jahr 2011 etwa 3.700 Menschen neu mit Syphilis. Zu 84 Prozent betrifft das Männer, die Sex mit Männern haben, so Schöfer. Die Ansteckungszahlen sind mittlerweile höher als bei HIV mit etwa 3.400 Neuinfektionen.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Bronchitis oder schon Lungenentzündung?

Ärzten fällt es bisweilen schwer, beide Erkrankungen voneinander abzugrenzen.

Wie sich COPD und Asthma unterscheiden

Die Symptome ähneln sich, aber die Unterscheidung ist wichtig für die richtige Therapie.

Chancen von Asthma- und Nasensprays

Apotheker erläutern, welche Besonderheiten bei Sprays wichtig sind.

Mit 20 Minuten Sport gegen Entzündungen

Schon eine moderate Trainingseinheit kann wie ein Entzündungshemmer wirken.

Die besten Tipps bei Winterkälte

Wie man warm und gesund die frostigen Temperaturen übersteht.

Thema der Woche: Die neuesten Diäten

Lesen Sie hier mehr über die Paleo-Diät, die 5:2-Diät und Abnehmen durch Achtsamkeit.

Depressionen schaden dem Herz

Die Krankheit ist genauso gefährlich wie Übergewicht und hohes Cholesterin.

Temperatursturz als Grippe-Auslöser?

Das Wetter trägt offenbar zur Ausbreitung von Grippeviren bei.

Blasenschwäche bei Männern behandeln

Eine Apothekerin gibt Tipps zu Hygieneprodukten und Therapiemöglichkeiten.

Sport am Wochenende nützt der Gesundheit

Wer sich an freien Tagen auspowert, gleicht damit Bewegungsmangel unter der Woche aus.

Minusgrade können Herzinfarkt auslösen

Herzspezialisten warnen: Eisige Temperaturen können gefährlich werden.

Thema der Woche: 4 Rücken-Tipps

Ein Orthopäde erklärt, wie Sie den Hausputz rückenschonend gestalten können.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen