Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert So schützt man sich vor Zeckeninfektionen

Aktuelles

Zwei Männer wandern durch den Frühlingswald.

Um sich Zecken vom Leib zu halten, ist lange Kleidung im Wald Pflicht.
© vetal1983 - Fotolia

Mo. 25. März 2013

FSME, Borreliose: Wie man sich vor Zecken-Infektionen schützt

Das momentan kalte Wetter hält die Zecken zwar noch in Schach, doch sobald die Temperaturen im Frühling klettern, werden die Spinnentiere aktiv. Durch ihren Stich können die Infektionserkrankungen Borreliose und Frühsommer‐Meningo‐Enzephalitis (FSME) übertragen werden. Beide sind nicht harmlos, aber man kann sich effektiv davor schützen.

Anzeige

"Vor der Frühsommer‐Meningo‐Enzephalitis ‐ einer Virus‐Infektion ‐ kann man sich durch eine Impfung schützen", berichtet Dr. Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen. Die beiden ersten Injektionen liegen ‐ je nach Impfstoff ‐ ein bis drei Monate auseinander, etwa zwei Wochen nach der zweiten Dosis ist der Impfschutz dann für maximal ein Jahr verlässlich. Für einen Langzeitschutz über drei Jahre ist laut Beil eine dritte Impfdosis nach neun bis zwölf Monaten erforderlich. Bei weiterbestehendem Risiko lässt sich der FSME-Schutz alle fünf Jahre auffrischen - bei Personen über 50 Jahre alle drei Jahre.

Neben den FSME‐Viren stellen vor allem Borrelia-Bakterien eine Gefahr dar, gegen die es keine Impfung gibt. Beil: "Um das Infektionsrisiko für Borreliose zu senken, sollte man Zecken möglichst schnell entfernen, da die Bakterien erst nach einigen Stunden übertragen werden beziehungsweise das Infektionsrisiko mit Dauer des Saugakts der Zecke zunimmt." Typisches Anzeichen für eine Infektion ist eine Hautrötung an der Einstichstelle, die sich allmählich ringförmig ausbreitet. Sie tritt allerdings nur bei der Hälfte der Betroffenen auf. Bei Kindern kommt häufig eine blau‐rote, kugelige Schwellung vor, das sogenannte Borrelien‐Lymphocytom. Infektionssymptome nach einem Zeckenstich sollten unbedingt sofort ärztlich abgeklärt werden. Eine Borreliose kann man mit Antibiotika behandeln. Wird das versäumt, können die Erreger unterschiedliche Organe und Gewebe befallen, darunter auch die Nerven und Hirnhäute.

BDN/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Thema der Woche: Die besten Anti-Stress-Tipps

Wer ständig unter Druck steht, kann krank werden. Lesen Sie hier, wie Sie gegensteuern können.

Welche Therapie bei Prostatakrebs?

Forscher haben die Risiken von vier Behandlungen miteinander verglichen.

Senkt Alkohol das Herz-Risiko?

Moderater Konsum schützt offenbar vor einigen Herzkrankheiten.

Heiraten ohne Niesen und Schniefen

Mit diesen 8 Tipps gestaltet das Brautpaar die Hochzeit garantiert allergikerfreundlich.

Würfelqualle: Was hilft nach Kontakt wirklich?

Forscher warnen: Viele gängige Erste-Hilfe-Tipps können die Verletzung verschlimmern.

So gelingt der Start ins Lauftraining

Mit diesen drei Tipps stellen sich schnell Erfolgserlebnisse ein.

Thema der Woche: Heuschnupfen

Mit diesen Tipps kommen Allergie-Geplagte gut durch das Frühjahr.

Zeitumstellung: Kinder vorbereiten

Gerade Babys und kleinen Kindern macht das Drehen an der Uhr zu schaffen.

E-Zigarette: Erster Schritt zum Rauchen?

Dampfen führt nicht automatisch auch zum Rauchen von herkömmlichen Zigaretten.

Hämorrhoiden frühzeitig behandeln

Je nach Stadium gibt es wirkungsvolle Medikamente in der Apotheke.

Erste Hilfe bei Baby-Blues

Ein Mix aus drei Präparaten hilft gegen das Stimmungstief nach der Geburt.

Impfstatus regelmäßig überprüfen lassen

Apotheker warnen: Kaum ein Impfschutz hält ein Leben lang.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen