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Kleines Mädchen liegt wach im Bett und schaut betrübt.

Madenwürmer machen sich häufig nachts durch quälenden Juckreiz bemerkbar.
© Anatoliy Samara - Fotolia

Fr. 01. März 2013

Madenwürmer – juckende Untermieter

Früher einmal hatte sie fast jeder, und auch heute gibt es sie noch häufiger, als viele denken – die Madenwürmer. Besonders Kinder zwischen fünf und zehn Jahren ziehen sich die kleinen Parasiten, die in der Fachsprache Enterobius vermicularis genannt werden, leicht zu.

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Zum einen fassen Kinder beim Spielen mit ihren Händen viele Dinge an, zum andern wandern die Finger häufig in den Mund. Und der Mund ist das Tor, durch das die Wurmeier in den menschlichen Verdauungstrakt gelangen, wo sie sich weiterentwickeln können. Befinden sich Wurmeier auf Gegenständen, Nahrungsmitteln oder den Händen anderer Personen, können sie so leicht übertragen werden.

Sehen kann man die Würmer im Stuhl, wo sie sich als kleine weiße Fäden zeigen. Bemerkbar machen sie sich häufig durch einen starken Juckreiz am After, vor allem nachts. Denn nachts kommen die weiblichen Madenwürmer aus dem Darm heraus und legen Unmengen ihrer mikroskopisch kleinen Eier in der Umgebung des Afters ab. Dies verursacht das Jucken, das zu Kratzen führt. Dabei bleiben viele Eier an den Fingern und unter den Fingernägeln haften und sind auch mit Händewaschen zum Teil nicht vollständig entfernbar. Wird danach die Hand wieder in den Mund gesteckt, infizieren sich betroffene Kinder erneut.

Hat man Madenwürmer entdeckt oder wurden sie vom Arzt diagnostiziert, ist das zwar nicht schön, aber in der Regel auch nicht dramatisch. Mit parasitenabtötenden Medikamenten lässt sich der Entwicklungszyklus der Würmer unterbrechen. Oft sind jedoch mehrere Behandlungen notwendig, bis endlich Ruhe einkehrt. Da sich die Eier leicht verbreiten, werden meist alle Familienmitglieder eines Haushalts in die Behandlung mit einbezogen.

Folgendes kann helfen, einer Infektion mit Madenwürmern vorzubeugen: Regelmäßiges und gründliches Händewaschen, möglichst nicht am After kratzen, die Fingernägel kurz halten, Kinder dazu anhalten, möglichst nicht die Hände in den Mund zu stecken und Handtücher und Bettwäsche regelmäßig heiß waschen.

hh

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