Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Wie Gicht behandelt wird

Aktuelles

Gicht-Patient betastet seine schmerzenden Hände

Bei akuten Gichtanfällen ist das altbewährte Mittel Colchicin nach wie vor das Medikament erster Wahl.
© nebari - Fotolia

Mo. 11. März 2013

Wie Gicht behandelt wird

Bei einem akuten Gichtanfall ist das altbewährte Mittel Colchicin immer noch das Medikament erster Wahl. Welche Arzneimittel begleitend und nach dem Anfall gegeben werden, darüber informierte Dr. Helga Merwald-Fraenk von der Klinik für Rheumatologie am Klinikum München-Bogenhausen bei einem Kongress zu Innerer Medizin und Diabetologie in München.

Anzeige

Merwald-Fraenk erklärte, dass das aus der Giftpflanze Herbstzeitlose gewonnene Colchicin extrem wirksam sei. Nur fünf Prozent der Patienten sprächen nicht darauf an. Diesen Patienten könne man als Alternative fünf Tage lang ein Kortison geben. Da Colchicin selbst keine Schmerzen lindern kann, brauchen Patienten zusätzlich ein Schmerzmittel. Der Ärztin Merwald-Fraenk zufolge kommen zum Beispiel Diclofenac oder Ibuprofen infrage. Patienten, die Colchicin vertragen, könnten es nach einem Gichtanfall für weitere sechs Monate einnehmen, um einem erneuten Anfall vorzubeugen, empfahl die Rheumatologin.

Akute Gichtanfälle, aber auch durch chronische Gicht bedingte Gelenkerkrankungen und Knötchen an Weichteilen und Knochen werden durch ein Zuviel an Harnsäure ausgelöst. Etwa zwei Wochen nach einem akuten Gichtanfall sollte daher eine harnsäuresenkende Behandlung beginnen, so Merwald-Fraenk. Hier kommt der Arzneistoff Allopurinol zum Einsatz. Seine Dosis wird langsam erhöht. Sollte Allopurinol nur unzureichend wirken, steht noch der Wirkstoff Febuxostat zur Verfügung. Die Knötchen würden laut der Expertin besonders gut durch Benzbromaron aufgelöst.

PZ/BMG/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Weniger Alkohol dank Liebesbeziehung?

In einer festen Beziehung gilt das zumindest für einen von beiden Partnern.

Apotheker prüfen täglich Arzneimittel

Das umfasst sowohl Fertigpräparate als auch Ausgangsstoffe für Rezepturen.

Eisenpräparate nicht in Eigenregie nehmen

Zu viel oder zu wenig Eisen kann zu verschiedenen, teils ernsten Nebenwirkungen führen.

Diät und Sport gegen Gestationsdiabetes?

Neue Studienergebnisse kommen zu einem ernüchternden Ergebnis.

Hörgeräte schützen auch das Gehirn

Wer schlecht hört, profitiert in mehrfacher Hinsicht davon, ein Hörgerät zu tragen.

Schwanger in den Urlaub

Ein Gynäkologe erklärt, worauf es bei der Urlaubsplanung ankommt.

Übertriebene Hygiene ist schädlich

Desinfektionsmittel im Alltag sind unnötig und können sogar schaden.

Softdrinks könnten das Krebsrisiko erhöhen

Zuckerhaltige Getränke sorgen vermutlich nicht nur für Karies und Übergewicht.

Was können Superfoods wirklich?

Chiasamen, Açai- oder Gojibeeren sind nicht gesünder als viele heimische Lebensmittel.

Diese Zecke nistet sich in Wohnungen ein

Die Braune Hundezecke kann schnell zur Plage in Wohnungen werden.

Laufbandtraining hilft bei Regelschmerzen

Ausdauersport hilft Frauen, die während ihrer Periode unter Schmerzen leiden.

Blasenentzündung: Wann zum Arzt?

Nicht immer ist sofort ein Antibiotikum nötig, erklärt eine Apothekerin.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen