Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Medikamente: Kinder sanft überzeugen

Aktuelles

Eltern sitzen neben ihrer Tochter, die sich gerade einen Löffel in den Mund steckt

Werden Medikamente für Kinder unter das Essen gemischt, sollten Eltern darauf achten, dass der Nachwuchs auch aufisst. Ansonsten drohen Unterdosierungen.
© DAK/Wigger

Mo. 08. April 2013

Arzneimittel: Kinder nicht zur Einnahme zwingen

Kranke Kinder nehmen ihre Medikamente nicht gerne ein. Häufig ist der Geschmack befremdlich oder die Konsistenz ungewohnt. Wie man Kinder dennoch dazu bekommt, die Arzneimittel zu nehmen und wie Eltern Über- und Unterdosierungen vermeiden, darüber informiert die Bundesapothekerkammer (BAK).

"Eltern tun gut daran, ihren Kindern durch eine altersgerechte Aufklärung, durch Geduld und durch kleine Belohnungen für die Einnahme beschützende Hilfestellung zu geben", sagt Gabriele Overwiening, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der BAK. "Riskant ist, wenn Eltern ihren Kindern vorgaukeln, dass eine Tablette eine Süßigkeit wäre oder sie zur Einnahme zwingen. Lieber eine kleine Belohnung hinterher in Aussicht stellen."

Anzeige

Säuglinge oder Kleinkinder bekommen meist flüssige Medikamente. Hier kann es leicht zu Unter- oder Überdosierungen kommen. Mischen Eltern Arzneimittel mit abgepumpter Muttermilch, Säuglingsnahrung, Brei oder anderen Lebensmitteln, müssen vorher mögliche Wechselwirkungen ausgeschlossen werden. So wirken beispielsweise einige Antibiotika durch das Calcium in der Milch nicht mehr. Dies kann vermieden werden, wenn zwischen der Einnahme der Arzneimittel und dem Trinken von Milch mindestens zwei Stunden liegen.

Auch Unterdosierungen sind beim Untermischen unter Lebensmittel möglich. Das Kind muss die gesamte Menge der Flüssigkeit oder des Breis zu sich nehmen, sonst ist die Medikamentendosis zu gering. Spuckt das Kind hingegen einen Teil eines Arzneimittels wieder aus oder erbricht es sich anschließend, darf nicht nochmals eine volle Dosis des Arzneimittels gegeben werden. Es kann sonst zu Überdosierungen kommen. Eltern sollten in solchen Fällen in der Apotheke oder beim Kinderarzt nachfragen.

ABDA

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Herzdruckmassage bei Kindern

Vor allem bei kleinen Kindern gilt: Jede Reanimation ist besser als keine.

Thema der Woche: Strahlend weiße Zähne

Was eine professionelle Zahnreinigung bringt und wie sie abläuft, erfahren Sie hier.

Osteoporose: Das stärkt die Knochen

Ein Apotheker erklärt, wie sich Knochenschwund vorbeugen lässt.

Regelmäßiger Test auf Chlamydien & Co?

Viele sexuell übertragbare Krankheiten verlaufen vor allem bei Männern ohne Symptome.

Wie man einem Handekzem vorbeugt

Wasser und Reinigungsmittel können die Haut auf Dauer strapazieren.

Schilddrüse nicht immer behandeln

Bei Senioren bedeutet eine Unterfunktion nicht automatisch eine Therapie mit Hormonen.

Thema der Woche: Wunden versorgen

Wie man typische Verletzungen zu Hause und auf Reisen richtig versorgt.

Herzrhythmusstörung: Ist Sport erlaubt?

Ein Kardiologe erklärt, wann körperliche Aktivität erlaubt ist.

Kind: Mit anhaltendem Husten zum Arzt

Hustet ein Kind länger als vier Wochen, steckt häufig eine bakterielle Infektion dahinter.

Was tun bei niedrigem Blutdruck?

Niedriger Blutdruck ist nicht gefährlich, kann aber unangenehme Symptome verursachen.

Darmkrebs: Neun Tests im Vergleich

Forscher haben die Ergebnisse neuer Tests auf Blut im Stuhl untersucht.

Thema der Woche: Die richtige Hautpflege

Lesen Sie hier, welche Pflege trockene, fettige und Mischhaut benötigen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen