Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Blutdruck senken ohne Medikamente

Aktuelles

Paar um die 55 beim Nordic Walking auf einem Wanderweg

Mit Walking-Programmen kann laut Expertengremium der Blutdruck leicht verbessert werden.
© Christian Schwier - Fotolia

Di. 23. April 2013

Den Blutdruck mit alternativen Therapien senken

Ein Expertengremium der American Heart Association hat untersucht, ob und wie stark alternative Therapien dabei helfen können, den Blutdruck zu senken. Dabei hatten sie verschiedene Ansätze aus den Bereichen Bewegung und Verhaltenstherapie sowie Methoden wie Yoga oder Akupunktur unter die Lupe genommen.

Sie fanden heraus, dass Ausdauer-, Widerstands- oder Krafttraining sowie isometrische Handgriffübungen den Blutdruck senken können. Dabei führten Walking-Programme zu einer leichten Verbesserung des Blutdrucks. Vier Wochen mit isometrischen Handgriffübungen erzielten sogar sehr gute Resultate. Mit dieser Methode konnte sowohl der obere als auch der untere Blutdruckwert um zehn Prozent gesenkt werden. Allerdings warnen die Experten, dass solche Übungen nicht von Personen mit schlecht zu kontrollierendem, starkem Bluthochdruck von 180/110 mmHg oder höher durchgeführt werden sollten.

Anzeige

Auch Methoden wie Biofeedback und transzendentale Meditation können den Blutdruck in geringem Maße senken. Für andere Meditationsformen, für Yoga, weitere Entspannungstechniken und für Akupunktur lägen dagegen zu geringe Daten vor, schreiben die Mediziner. Ein durch Geräte unterstütztes langsames Atmen – 15 Minuten, drei bis viermal pro Woche – wirke sich laut Studien dagegen positiv auf den Blutdruck aus.

"Die meisten alternativen Ansätzen reduzieren den oberen oder systolischen Blutdruckwert nur um 2-10 mmHg, während gängige Dosierungen blutdrucksenkender Medikaments diesen Wert um etwa 10-15 mmHg senken", sagt Robert D. Brook, Vorsitzender des Expertengremiums. Daher könnten alternative Therapien die bewährten Methoden wie körperliche Aktivität, Gewichtsreduktion, nicht zu rauchen, nicht zu viel Alkohol zu trinken, salzarme Ernährung und die Einnahme von verschriebenen Medikamenten nicht ersetzen. Nach Absprache mit dem Arzt könnten die alternativen Therapien das bestehende Behandlungsschema aber ergänzen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Thema der Woche: Strahlend weiße Zähne

Was eine professionelle Zahnreinigung bringt und wie sie abläuft, erfahren Sie hier.

Osteoporose: Das stärkt die Knochen

Ein Apotheker erklärt, wie sich Knochenschwund vorbeugen lässt.

Regelmäßiger Test auf Chlamydien & Co?

Viele sexuell übertragbare Krankheiten verlaufen vor allem bei Männern ohne Symptome.

Wie man einem Handekzem vorbeugt

Wasser und Reinigungsmittel können die Haut auf Dauer strapazieren.

Schilddrüse nicht immer behandeln

Bei Senioren bedeutet eine Unterfunktion nicht automatisch eine Therapie mit Hormonen.

Thema der Woche: Wunden versorgen

Wie man typische Verletzungen zu Hause und auf Reisen richtig versorgt.

Herzrhythmusstörung: Ist Sport erlaubt?

Ein Kardiologe erklärt, wann körperliche Aktivität erlaubt ist.

Kind: Mit anhaltendem Husten zum Arzt

Hustet ein Kind länger als vier Wochen, steckt häufig eine bakterielle Infektion dahinter.

Was tun bei niedrigem Blutdruck?

Niedriger Blutdruck ist nicht gefährlich, kann aber unangenehme Symptome verursachen.

Darmkrebs: Neun Tests im Vergleich

Forscher haben die Ergebnisse neuer Tests auf Blut im Stuhl untersucht.

Thema der Woche: Die richtige Hautpflege

Lesen Sie hier, welche Pflege trockene, fettige und Mischhaut benötigen.

Auge: Bei diesen Symptomen zum Arzt

Bei diesen 8 Warnzeichen sollten Sie den Arztbesuch nicht hinauszögern.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen