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Kinder mit 3D-Brillen im Kino

Mehr und mehr Kinofilme werden in 3D-Technik gedreht. Besonders bei Kinderfilmen ist dies ein starker Trend.
© Karramba Production - Fotolia

Fr. 12. April 2013

Kino: 3D-Effekt verträgt nicht jeder

Ob im Kino oder im Fernsehen: 3D-Filme werden immer beliebter und gerade für Kinder werden viele Kinoabenteuer nur noch in dreidimensionaler Fassung angeboten. Doch nicht jeder verträgt die animierten 3D-Bilder– und längst nicht jeder kann sie sehen.

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Während manche Menschen von der Wirklichkeitsnähe der räumlichen Effekte schwärmen, klagen andere nach dem dreidimensionalen Filmgenuss über Schwindelgefühle, Übelkeit und Kopfschmerzen. "Das liegt daran, dass 3D-Animationen das Gleichgewichtsorgan stimulieren, ähnlich wie das Autofahren, was manche Menschen nicht vertragen", so Dietlind Friedrich vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA). Für die Augen, auch die von Kindern, seien 3D-Filme nach bisherigen Erkenntnissen aber unbedenklich, sagt die Augenärztin. Genauere Forschungen zur Auswirkung von dreidimensionalen Filmen stehen indes noch aus. Hersteller von Computern und Fernsehern gehen daher auf Nummer sicher und haben Warnhinweise herausgegeben, die beispielsweise vor zu langer Nutzung warnen oder von dem Gebrauch durch jüngere Kinder abraten.

So oder so ist das Verfolgen von 3D-Filmen für Augen und Gehirn anstrengend. Denn während sich das Auge eigentlich auf den Bildschirm scharf stellt, können die gezeigten Inhalte sowohl vor als auch hinter dem Bildschirm liegen. Personen, bei denen unbemerkt ein geringfügiges Ungleichgewicht zwischen den Augenmuskeln besteht, was Augenärzte als latentes Schielen bezeichnen, oder bei Menschen mit einer leichten Fehlsichtigkeit können so unter Umständen Kopfschmerzen entstehen. Wenn sie denn überhaupt dazu in der Lage sind, 3D-Effekte wahrzunehmen.

Rund fünf Prozent der Bevölkerung sehen nach Angaben des BVA die Welt nur in zwei Dimensionen. Das entspricht rund vier Millionen Menschen. "Schon ein leichtes Schielen auf einem Auge kann dazu führen, dass Patienten nicht räumlich sehen können", so Friedrich. Um Sehfehlern frühzeitig begegnen zu können, empfehlen Experten daher schon für Dreijährige eine Kontrolluntersuchung beim Augenarzt. Ist eine Fehlsichtigkeit die Ursache für das eingeschränkte dreidimensionale Sehen, lässt sich dies oft schon mit einer gut angepassten Brille beheben.

hh

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