Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Blei im Blut: Kinder lesen schlechter

Aktuelles

Mädchen bei den Hausaufgaben

Hatten Kinder Schwierigkeiten mit dem Lesen lernen, könnte es an hohen Blei-Konzentrationen im Blut gelegen haben.
© BARMER GEK

Di. 14. Mai 2013

Blei im Blut: Kinder lernen schlechter Lesen

Schon eine geringe Blei-Konzentration im Blut kann sich bei Kindern negativ auf die Lesefähigkeit auswirken. Dies berichten US-amerikanische Wissenschaftler online in der Fachzeitschrift Pediatrics.

Anzeige

Sie konnten zeigen, dass die Lesereife bei Kindergarten-Kindern, die höhere Blei-Konzentrationen im Blut aufwiesen, schlechter war als bei Kindern, in deren Blut geringere Mengen des Schwermetalls gefunden wurden. Die Forscher verwendeten hierfür einen Test, der die geistigen Voraussetzungen misst, die Kinder benötigen, um Lesen zu lernen. Es zeigte sich, dass Kinder, in deren Blut Bleikonzentrationen zwischen 50 und 90 Mikrogramm pro Liter (µg/l) nachgewiesen wurden, in diesem Test um durchschnittlich 4,5 Punkte schlechter abschnitten als Kinder, deren Wert unter 50 µg/l lag. Gleichaltrige mit Bleiwerten von 100 und mehr µg/l schnitten sogar um 10,1 Punkte schlechter ab.

Blei kann zum Beispiel über die Nahrung aufgenommen werden. Bei pflanzlichen Nahrungsmitteln kann das Schwermetall zum Beispiel in aufgelagertem Staub oder in Ablagerungen durch Regen enthalten sein, heißt es in einem Bericht des Umweltbundesamts. Gründliches Waschen kann die Belastung deutlich verringern. Bei Tieren sammelt sich Blei besonders in den Innereien an. Eine Bleiquelle, die Kleinkinder betrifft, seien bleihaltige Boden- und Staubpartikel, heißt es in dem Bericht. Zudem kann das Schwermetall in manchen Fällen über das Trinkwasser aufgenommen werden, wenn die Wasserleitungen eines Hauses noch aus Blei bestehen. Dieses Material ist besonders haltbar, so dass Trinkwasserleitungen aus Blei zum Teil noch bis 1960 in Häusern verbaut wurden. Laut Umweltbundesamt ist die Bleibelastung deutscher Kinder vergleichsweise gering.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Welche Symptome für Keuchhusten sprechen

Die Erkrankung verläuft bei Erwachsenen oft untypisch und anders als bei Kindern.

Das schützt vor Makuladegeneration

Wer diese sieben Tipps beherzigt, trägt damit dazu bei, die Sehkraft im Alter zu erhalten.

Schmerztabletten während der Stillzeit?

Manche Präparate sind für junge Mütter besser geeignet als andere.

Wärme oder Kälte bei Schmerzen?

Wärmflasche oder Kühlakku: Was bei welchen Beschwerden hilft, erfahren Sie hier.

Bei Kinderwunsch Folsäure einnehmen

Experten empfehlen Frauen, schon vor Beginn der Schwangerschaft Folsäure einzunehmen.

Autofahrer: Aufpassen bei diesen Arzneien

Auch rezeptfreie Mittel können die Fahrtüchtigkeit einschränken.

Placebos für die Psychotherapie

Scheinmedikamente könnten unter Umständen auch auf die Psyche wirken.

Erster wirksamer Migräne-Antikörper

Ein neues Medikament ist in der Lage, die Zahl der Kopfschmerz-Tage zu halbieren.

Haut im Winter richtig pflegen

In der kalten Jahreszeit trocknet die Haut besonders schnell aus.

Erst Zähneputzen, dann Zahnseide?

Eine neue Untersuchung zeigt, mit welcher Reihenfolge Zahnbeläge am besten entfernt werden.

Warum Menschen den Notruf nicht wählen

Viele Menschen fahren lieber selbst ins Krankenhaus, anstatt den Notruf zu wählen.

Kennen Sie Ihr Taille-Größe-Verhältnis?

Der Wert zeigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen an.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen