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Mann sitzt auf einer Freitreppe und blickt nachdenklich in die Luft

Forschern bereitet es große Sorgen, dass die Menschen immer früher an Gehirnkrankheiten wie Demenz erkranken.
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Mi. 15. Mai 2013

Gehirnkrankheiten treten immer häufiger und früher auf

Krankheiten des Gehirns, darunter Demenz und andere neurologische Erkrankungen, sind auf dem Vormarsch: Sie treffen mehr Menschen und diese deutlich früher als noch vor 30 Jahren, berichtet ein Forscherteam aus Großbritannien in der Fachzeitschrift Public Health.

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Die Gesamtsterblichkeit sinke in allen von ihnen untersuchten Ländern zwar, schreiben die Forscher. Der Trend für Erkrankungen des Nervensystems und für die Alzheimer-Krankheit weise jedoch nach oben: in vielen Ländern träten diese Leiden zunehmend häufiger auf. Gleiches gelte für Todesfälle, die auf das Konto dieser Krankheiten gehen. Besonders deutlich zeigte sich dies in Australien, Kanada, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und vor allem in den USA. In den Vereinigten Staaten stieg die Zahl der durch neurologische Erkrankungen verursachten Todesfälle von 1979 bis 2012 um 66 Prozent bei Männern und um 92 Prozent bei Frauen. In Zahlen ausgedrückt entspreche dies einer Zunahme von 14.500 auf 28.500 Todesfälle, so die Forscher.

Dieser deutliche Anstieg der Todesfälle aufgrund von neurologischen Erkrankungen bei unter 74-Jährigen könne nicht allein mit der Tatsache erklärt werden, dass wir immer länger lebten, stellen die Forscher fest. "Es ist nicht nur so, dass es mehr alte Menschen gibt, sondern alte Menschen erkranken auch häufiger an Gehirnkrankheiten als je zuvor", sagt Colin Pritchard von der Bournemouth University. Was den Forschern große Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass diese Leiden zudem immer früher beginnen und auch schon Menschen unter 55 Jahren daran erkranken. Über die Frage, was diese Veränderungen verursache, könne nur spekuliert werden, so Pritchard. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass Umwelteinflüsse und gesellschaftliche Veränderungen dabei eine Rolle spielen.

HH

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