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Junge Frau und junger Mann sitzen in ihrer Mittagspause im Freien und beißen herzhaft in einen Hamburger

Fettreiche Speisen, die dazu in aller Eile hinunter geschlungen werden, quittiert der Körper vieler Menschen mit Sodbrennen.
© Kzenon - Fotolia

Fr. 24. Mai 2013

Sodbrennen: Säurebindende Antazida schützen vor Krebs im Hals

Durch häufiges Sodbrennen erhöhe sich die Gefahr für Krebserkrankungen von Hals oder Stimmbändern, berichten US-amerikanische Forscher. Einen schützenden Effekt scheinen hier die sogenannten Antazida zu haben, das sind Mittel, welche die Magensäure binden.

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Scott. M. Langevin von der Brown University in Providence, USA, und Kollegen fanden in ihrer Studie heraus, dass häufiges Sodbrennen bei Studienteilnehmern, die weder stark rauchten noch tranken, zu 78 Prozent mit einem erhöhten Krebsrisiko von Hals und Stimmbändern einherging. Hatten die Betroffenen das Sodbrennen mit säurebindenden Mitteln, sogenannten Antazida, jedoch nicht mit verschreibungspflichtigen Medikamenten oder Hausmitteln, behandelt, verringerte sich das Krebsrisiko um 41 Prozent. Damit zeige sich ein schützender Effekt dieser Medikamenten-Gruppe. Dieser sei durchgängig vorhanden gewesen, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

Weitere Studien seien nötig, um die schützende Wirkung der Antazida bei häufigem Sodbrennen zu bestätigen, schreiben die Forscher. Der häufige Rückfluss von Magensäure könnte allerdings schon jetzt einen Hinweis darauf geben, ob jemand zur Risikogruppe für die entsprechenden Krebserkrankungen gehört oder nicht.

Für ihre Arbeit hatten die Wissenschaftler aus einer größeren Studie über 600 Krebspatienten identifiziert, von denen etwa drei Viertel einen Tumor im Halsbereich, ein Viertel eine bösartige Erkrankung der Stimmbänder hatten. Sie wurden wie rund 1.200 weitere Teilnehmer ohne Krebs unter anderem zur Häufigkeit von Sodbrennen, ihren Trink- und Rauchgewohnheiten sowie der familiären Vorbelastung befragt. Zusätzlich war untersucht worden, ob Antigene gegen spezielle Viren vorhanden waren, die mit Kopf- und Halstumoren in Zusammenhang stehen.

HH

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