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Bunte Pillen und Kapseln

"Etwa 1000 weltweit produzierte Arzneimittel können sich auf die Leber auswirken", sagt Professor Dr. Rolf Teschke.
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Fr. 31. Mai 2013

Viele Medikamente belasten die Leber

Viele Arzneimittel wirken sich auf die Leber aus. Dazu zählen auch pflanzliche Arzneimittel. Darauf wiesen Experten auf einem großen Pharmazeutenkongress in Meran, Südtirol, hin.

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"Etwa 1000 weltweit produzierte Arzneimittel können sich auf die Leber auswirken." Dies betonte Professor Dr. Rolf Teschke auf der Veranstaltung. "Betroffen sind auch neue eingeführte Medikamente, die nicht selten bereits nach kurzer Zeit wieder vom Markt genommen werden müssen", so der ehemalige Chefarzt des Klinikums in Hanau.

Aber auch bewährte Arzneien und mitunter auch pflanzliche Medikamente können der Leber schaden, so der Mediziner. Ein großes Problem seien chinesische Präparate. Diese Kräutermischungen enthielten oft noch zusätzliche Arzneien oder sind mit Schwermetallen belastet.

Das Fatale: Das Organ meldet sich nicht, wenn es in Mitleidenschaft gezogen wird. "Meist werden die Lebererkrankungen erst anhand hoher Leberwerte als Zufallsfund erkannt", so Teschke. Vieles lasse eher an einen grippalen Infekt denken.

Folgende Symptome können auf ein Leberleiden hindeuten:

  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Oberbauchbeschwerden
  • Dunkel gefärbter Urin
  • Entfärbung des Stuhls
  • Hautjucken
  • Gelbsucht

"Diese Symptome finden sich allerdings auch bei vielen anderen Lebererkrankungen", erklärt Teschke. Der Verdacht, dass es an Medikamenten liegt, erhärtet sich oft erst durch einen Bluttest und eine Ultraschalluntersuchung. Weitere Hinweise liefert ein spezieller Fragebogen, der gezielt nach den verwendeten Medikamenten gefragt. Sowohl nach den vom Arzt geschrieben, als auch nach den ohne Rezept in der Apotheke gekauften. Teschkes Rat: "Bei Verdacht den betroffenen Arzneistoff sofort absetzen." Rechtzeitig erkannt, lassen sich die Leberschäden meist gut in den Griff bekommen.

PEF

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