Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Impfempfehlung bei Grippe greift zu kurz

Aktuelles

Jung in rotem Poloshirt wird geimpft

Würden auch junge Menschen geimpft, könnte dies ein Viertel der Grippe-Todesfälle verhindern, sagen Forscher.
© luiscarceller - Fotolia

Do. 13. Juni 2013

Grippe: Forscher fordert neue Impfempfehlungen

Würden Empfehlungen zur Grippeimpfung auch jüngere Menschen und Kinder mit einbeziehen, könnte ein weit größerer Teil der durch Influenzaviren verursachten Todesfälle verhindert werden als bisher. Zu diesem Schluss kommen US-Wissenschaftler, anhand der Analyse eines Computermodells, in das Daten zur Bevölkerung und Krankheitsverbreitung eingegangen waren.

Anzeige

Die Ergebnisse legen nahe, dass Schulkinder und junge Erwachsene an ihrem Arbeitsplatz maßgeblich zur Verbreitung der Grippeviren beitragen, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Vaccine. "Sie sterben nicht so häufig daran, doch sind sie oft diejenigen, die den Erreger an andere weitergeben", sagt Jan Medlock, Co-Autor der Studie. Demzufolge könnten Maßnahmen, welche die Impfraten in dieser Bevölkerungsgruppe steigerten, insgesamt betrachtet mehr Erfolg haben als die bisherige Impfpraxis, so die Meinung der Forscher. Denn: Wer sich nicht bei anderen anstecken kann und demzufolge auch keine Grippe bekommt, kann auch nicht daran sterben. Bestünde die Möglichkeit, den Übertragungskreislauf zu stoppen, würden alle, vom Baby bis zum älteren Menschen, davon profitieren, so die Wissenschaftler.

"Unsere Analyse legt nahe, dass bei der Grippeimpfung die Prioritäten neu überdacht werden müssten", sagt Medlock. Derzeit beziehen sich Empfehlungen zur Grippeimpfung vor allem auf ältere Personen, chronisch Kranke, Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Berufsgruppen des Gesundheitssystems. In diesem Ansatz werde jedoch nicht bedacht, dass Grippe am häufigsten über Kinder und junge Erwachsene übertragen werde, so Medlock. Das entwickelte Computermodell stelle dies dar. Aus ihm lasse sich schließen, dass 25 bis 100 Prozent der Todesfälle, die durch Grippe verursachten werden, vermeidbar wären, wenn auch junge Menschen in die Empfehlungen mit einbezogen würden.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Erste Hilfe bei Kreislaufproblemen

Die sommerlichen Temperaturen schlagen vielen Menschen auf den Kreislauf.

Hautpflege-Tipps für Menschen mit Vitiligo

Je nach Ausmaß kann die Weißfleckenkrankheit eine große Belastung für Betroffene sein.

Blutgruppen lassen sich umwandeln

Forschern ist es gelungen, Blutgruppe A in die universell einsetzbare Blutgruppe 0 zu verwandeln.

Windpocken-Impfung: Doppelter Schutz

Die Impfung senkt auch das Risiko für eine schmerzhafte Gürtelrose.

Hat Zähneknirschen auch Vorteile?

In manchen Fällen kann sich Zähneknirschen auch positiv auswirken.

Neues Medikament gegen Arthritis getestet

Der Wirkstoff Upadacitinib zeigt in einer klinischen Studie sehr gute Erfolge.

Diabetes-Medikament gegen Hormonstörung?

Metformin könnte Frauen helfen, die unter einem Überschuss an männlichen Hormone leiden.

Werbegeschenke in Apotheken verboten

Apotheker dürfen nach einem Gerichtsurteil keine Geschenke mehr an ihre Kunden verteilen.

Zocken am Computer: Schon krankhaft?

Ein Online-Test gibt Hinweise auf eine mögliche Computerspielsucht.

Einige Cremes sind für Kinder riskant

Bei Kindern gelangen viele Substanzen schneller ins Blut rufen Nebenwirkungen hervor.

So gefährlich sind Waschmittel-Pods

Besonders für Kinder und Menschen mit Demenz sind die verpackten Waschmittel ein Risiko.

Antibiotika verschmutzen Flüsse

Forscher haben Rückstände in Flüssen auf der ganzen Welt gefunden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen