Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Hausgeburten sind sicher

Aktuelles

Schwangere zu Hause auf der Couch

Mütter können einer Entbindung in den eigenen vier Wänden gelassen entgegen sehen: Schwere Komplikationen sind bei Hausgeburten seltener als in der Klinik.
© Werner Heiber - Fotolia

Fr. 14. Juni 2013

Weniger Komplikationen bei Hausgeburten?

Wohin zur Entbindung? Viele Schwangere entscheiden sich für eine Klinik, da dort im Falle einer Komplikation Hilfe nah ist. Andere schwören auf Hausgeburten. Niederländische Wissenschaftler haben jetzt untersucht, ob es bei Hausgeburten häufiger zu schweren Komplikationen für die Mutter kommt - mit erstaunlichem Ergebnis.

Anzeige

Schwere Komplikationen mütterlicherseits seien in ihrer Studie bei Hausgeburten deutlich seltener gewesen, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift British Medical Journal (BMJ). Dies gelte allerdings nur für Frauen mit einer problemlosen Schwangerschaft und geringen Risiken, die darüber hinaus bereits früher ein Kind bekommen hatten. Die Rate für schwere Komplikationen lag bei Hausgeburten bei 1 pro 1000, in der Klinik bei 2,3 pro 1000. Für starke Blutungen nach der Geburt errechneten die Forscher eine Rate von 19,6 pro 1000 bei Hausgeburten, rund das Doppelte für Geburten im Krankenhaus.

Die Wissenschaftler hatten für ihre Studie Daten aus zwei Jahren von rund 150.000 Schwangeren mit geringen Risiken analysiert. Unter Komplikationen fielen etwa die Einlieferung in eine Intensivstation, ein Gebärmutterriss, eine Eklampsie oder größere Blutungen im Verlauf der Geburt, die eine Bluttransfusion nötig machten. Weitere gefährliche Komplikationen waren schwerere Blutungen im Anschluss an die Geburt oder eine manuelle Entfernung der Gebärmutter. Knapp zwei Drittel der Schwangeren hatte eine geplante Hausgeburt, etwas mehr als ein Drittel hatte die Geburt in einer Klinik geplant.

Die Niederlande sind den Forschern zufolge in allen westlichen Ländern das Land mit der höchsten Prozentzahl für Hausgeburten mit Hebammen. Sie betonen, dass ihre Ergebnisse nur für Regionen gelten könnten, in denen Hebammen gut ausgebildet seien, um Frauen bei Hausgeburten zu unterstützen. Zudem müssten Einrichtungen in der Nähe sein, die im Notfall die Versorgung übernehmen können und der Transport dorthin müsse gewährleistet sein. Denn jeder schwere Verlauf, der vermeidbar gewesen wäre, sei einer zu viel - auch bei Hausgeburten, so die Wissenschaftler.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Die besten Tipps gegen schwere Beine

Im Thema der Woche lesen Sie, wie sich schweren Beinen, Besenreisern und Krampfadern vorbeugen lässt.

Thema der Woche: Getreide-Ersatz

Mehr über die Vor- und Nachteile von Amaranth, Buchweizen und Quinoa lesen Sie hier.

Wie viel muss ich beim Sport trinken?

Auch beim Schwimmen kann der Körper austrocknen, warnen Experten.

Schmerzmittel steigern den Blutdruck

Hypertoniker müssen bei rezeptfreien Schmerzmitteln besonders aufpassen.

Gesundheitsgefahr durch 5 Helm-Mythen

Ein Unfallexperte stellt verbreitete Missverständnisse richtig.

Thema der Woche: Cluster-Kopfschmerz

Die Schmerzen äußern sich als intensiv bohrend oder brennend im Bereich von Schläfe und Auge.

Fünf Tipps für gesunde Augen

So erkennen Sie Augenkrankheiten früh oder können ihnen vorbeugen.

Verdoppelt ASS das Risiko für Hautkrebs?

Eine große Studie fand einen Zusammenhang für Männer.

Schilddrüse: Ein Fall für mehrere Ärzte

Vor einer Operation ist es ratsam, sich von verschiedenen Fachärzten untersuchen lassen.

Thema der Woche: Diäten im Check

Was hinter Paleo und Low Carb steckt und wie die Pfunde am besten purzeln, lesen Sie hier.

10 Warnzeichen für Alzheimer

Experten erklären, wie sich die Symptome von normalen Alterserscheinungen unterscheiden.

Akupunktur hilft bei Zahnarzt-Angst

Die Nadelbehandlung könnte Patienten helfen, die Angst vor dem Zahnarzt haben.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Anzeige

Typ 2 Diabetes: Umfrage zu Risiken

Sie sind an Typ 2 Diabetes erkrankt? Was wissen Sie über Ihr Herzrisiko? Das will die International Diabetes Federation (IDF) in einer groß angelegten, globalen Umfrage herausfinden. Jetzt teilnehmen!
Mehr erfahren

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Diabetes

Frau mit Hut im GrünenIm Themenspecial Diabetes lesen Sie aponet.de viel Wissenswertes rund um die Behandlung von Diabetes: Viele Informationen, Checklisten, Selbsttests und eine Umfrage speziell für Typ-2-Diabetiker.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen