Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Gefährliche Micky-Maus-Stimme

Aktuelles

Mädchen, Junge und Hund im Sommer auf Sandweg, das Mädchen mit roten Luftballons in der Hand

Kinder lieben die mit Helium gefüllten, schwebenden Ballons.
© Warren Goldswain - Fotolia

Fr. 21. Juni 2013

Helium inhalieren: gefährliche Micky-Maus-Stimme

Ob Sommerfest oder Hochzeitsfeier: Bei vielen Gelegenheiten werden mit Helium gefüllte Luftballons in den Himmel geschickt. Ein beliebter Partyspaß ist dabei, das Gas einzuatmen und anschließend mit Micky-Maus-Stimme zu sprechen. Doch der lustige Effekt hat seine Tücken. So warnten Kinderärzte schon vor einiger Zeit, dass das Inhalieren von Helium durchaus gefährlich werden kann – sogar lebensgefährlich.

Anzeige

Das Gas an sich ist zwar ungiftig, doch die Gefahr droht von einer ganz anderen Seite: Wenn das Edelgas zu lange oder zu oft hintereinander eingeatmet wird. In dem Moment, in dem Helium eingeatmet wird, bleibt der Sauerstoff außen vor; das Gas verdrängt den Sauerstoff aus der Lunge. Die Folge ist ein Sauerstoffmangel, der bis zur Bewusstlosigkeit führen oder sogar das Gehirn schädigen kann. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Heliumbläschen ins Blut gelangen und über die Arterien ins Gehirn wandern. Dort kann es zu einer Gehirnembolie kommen mit Symptomen, ähnlich wie bei einem Schlaganfall. Im schlimmsten Fall kann das Heliumexperiment sogar tödlich enden. Am gefährlichsten ist es, wenn das Gas aus einer Druckgasflasche, mit der beispielsweise Luftballons befüllt werden, eingeatmet wird.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte warnt daher explizit Eltern davor, Kinder mit Helium experimentieren zu lassen. Sowohl mit Helium gefüllte Lufballons als auch Gasflaschen sollten nicht unbeaufsichtigt bleiben oder für Kinder leicht erreichbar aufbewahrt werden. Darüber hinaus sollten Erwachsene lieber auf das Vorführen des Micky-Maus-Effekts verzichten.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Thema der Woche: Darmspiegelung

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu der Untersuchung im Überblick.

Schlafmangel erhöht Unfallrisiko deutlich

Das Risiko ist vergleichbar mit Fahren unter Alkoholeinfluss.

Fieber bei Kinden richtig behandeln

Nicht immer ist es nötig, das Fieber sofort mit Medikamenten zu senken.

Das hilft gegen Halsschmerzen

Einige Heilpflanzen und Hausmittel lindern Schmerzen und Kratzen im Hals.

Alkohol sorgt für Vorhofflimmern

Jeder Drink erhöht das Risiko für Herzrhythmusstörungen spürbar.

Krätze: Checkliste für Sofortmaßnahmen

Hautärzte haben die wichtigsten Verhaltensregeln kurz und verständlich zusammengefasst.

Thema der Woche: Weihnachtsbäckerei

Mit diesen 6 Tipps gelingt das Backen und Kochen ohne Unfälle und Blessuren.

Wann ein Haustier glücklich macht

Ob Hund, Katze oder Pferd: Haustiere tragen zum Wohlbefinden bei - unter gewissen Voraussetzungen.

Erhöht Weißwein das Hautkrebs-Risiko?

Drei große Studien weisen auf diesen Zusammenhang hin.

Die richtige Pflege für gesunde Haare

Für jeden Haartyp gibt es unterschiedliche Empfehlungen.

3 Risikofaktoren für Herzschwäche

Wer diese vermeidet, senkt die Gefahr für spätere Herzleiden um 85 Prozent.

Blutdrucksenker nicht einfach absetzen

Werden sie nicht regelmäßig wie verordnet genommen, schadet das der Gesundheit des Patienten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen