Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Der Main bildet eine Borreliose-Barriere

Aktuelles

Blick auf die Frankfurter Skyline, im Vordergrund der Main

Der Main stellt eine natürliche Barriere für Zecken dar, die mit Borreliose infiziert sind.
© Jörg Hackemann - Fotolia

Mi. 26. Juni 2013

Zecken: Der Main bildet eine Borreliose-Barriere

Natürliche Grenzen – Berge, das Meer oder Flüsse – stoppen oft die Ausbreitung von Arten. Dies gilt auch für Tiere, die Krankheiten übertragen können, zum Bespiel Zecken. So stellt der Main offenbar eine natürliche Barriere für Zecken dar, die mit Borreliose infiziert sind, wie aus einer neuen Studie Frankfurter Forscher hervorgeht.

Anzeige

Für die Studie wurden über 12.000 Zecken gesammelt und auf Krankheitserreger analysiert. Von den neun Untersuchungsgebieten der Studie gelten vier als Risiko-Gebiete für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), einer Form der Hirnhautentzündung. Nur in diesen Risikogebieten enthielt ein kleiner Teil der Proben (0,08 Prozent) das FSME verursachende Virus. Die Borreliose-Bakterien kamen dagegen in allen Untersuchungsgebieten vor; insgesamt wurden sie in 9,5 Prozent der Zecken gefunden. Bei genauerer Betrachtung der Ergebnisse zeigte sich ein interessantes Detail: "Wenn man die regionale Verteilung betrachtet, waren südlich des Flusses Main deutlich mehr Zecken positiv für Borrelia-Arten als nördlich davon", sagt Dr. Ulrich Kuch vom Biodiversität und Klima Forschungszentrum. "Der Main stellt also eine natürliche Barriere für die Erreger dar."

Die Forscher erklären das damit, dass der Main von vielen Wirtstieren der Zecken nur schwer überwunden werden kann. Zwar können Zecken als blinde Passagiere von Vögeln und Fledermäusen auch Flüsse überqueren und mit ihnen auch die Krankheitserreger, doch scheint der Fluss als natürliche Barriere die Ausbreitung doch deutlich zu verlangsamen. Mit ihrer Forschungsarbeit wollten die Wissenschaftler des Biodiversität und Klima Forschungszentrums und der Uniklinik Frankfurt herausfinden, in welchen Regionen des Rhein-Main-Gebiets Zecken vermehrt Krankheiterreger in sich tragen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Erkältungszeit: Hände lange genug waschen

Nur kurz nass machen, reicht leider nicht, um Erkältungen vorzubeugen.

Sofort-Hilfe bei Aphthen

In der Apotheke gibt es verschiedene Mittel, die die Schmerzen lindern.

Brustkrebs erkennen: Abtasten rettet Leben

Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt das monatliche Abtasten der Brüste.

Erkältung: Wann muss mein Kind zum Arzt?

Kinder sind pro Jahr deutlich häufiger krank als Erwachsene.

Hausstaubmilben: Tipps für Allergiker

Mit Beginn der Heizperiode haben viele Allergiker wieder Probleme.

Wurst-Skandal: Wie riskant sind Listerien?

Was Verbraucher wissen müssen und wie man sich vor einer Infektion schützen kann, lesen Sie her.

Inkontinenz bei jungen Sportlerinnen

Obwohl es sich um ein häufiges Problem handelt, sprechen nur wenige Betroffene darüber.

Atropin-Augentropfen gegen Kurzsichtigkeit

Bei Kindern bremsen niedrig dosierte Tropfen das Fortschreiten einer Fehlsichtigkeit.

Telemedizin: Ältere sind skeptisch

Viele Erwachsene über 50 möchten ihren Arzt lieber persönlich aufsuchen.

Rezeptur & Beratung: So hilft die Apotheke

Im Titelbeitrag der Neuen Apotheken Illustrierten erfahren Sie, was Apotheken alles für Patienten tun.

Lesertelefon: Was hilft bei Nesselsucht?

Es ist wichtig, die Symptome der Hautkrankheit möglichst schnell zu behandeln.

Checkliste: Das gehört in die Wanderapotheke

Tape, Blasenpflaster und eine Zeckenzange: Wir verraten, im Rucksack nicht fehlen darf.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen