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Arzt spricht mit Kind, das bei der Mutter auf dem Schoß sitzt

In der Sprechstunde ist es sinnvoll, dass Kinder selbst über ihre Krankheit berichten - nicht die Eltern.
© Monkey Business - Fotolia

Mi. 10. Juli 2013

Asthma: Beim Arzt das betroffene Kind sprechen lassen

Viele Kinder leiden hierzulande unter der chronischen Atemwegserkrankung Asthma bronchiale. Doch beim Arzt reden oft nur die Eltern. Gerade die Sicht der Kinder auf ihre Krankheit liefert Ärzten aber wichtige Informationen. Das American College of Allergy, Asthma and Immunology (ACAAI) hat fünf wichtige Punkte zusammengestellt, die dabei zur Sprache kommen sollten:

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  1. Sport und andere Aktivitäten: Wenn ein Kind aufgrund seiner Erkrankung keinen Freizeitsport ausführen, nicht am Schulsport oder in der Pause nicht am Spielen teilnehmen kann, sollte dies der Arzt wissen. Es kann einen Hinweis darauf geben, ob das Asthma vielleicht nicht gut eingestellt ist. Umgekehrt, wenn Kinder an all diesen Aktivitäten teilnehmen können, zeigt diese Information dem Arzt, dass die Krankheit gut kontrolliert ist.
  2. Asthma plus Allergie: Hier stellt sich die Frage, ob sich die Symptome draußen oder zu Hause verschlechtern. Bei immerhin 60 bis 80 Prozent der Kinder mit Asthma ist eine Allergie mit im Bunde. Wenn Allergene, denen man nicht ausweichen kann, wie Pollen, Schimmel, Staub oder Tierhaare, die Asthma-Symptome auslösen, könnte vielleicht eine Immuntherapie den Behandlungsplan ergänzen.
  3. Traurigkeit: Viele Kinder mit Asthma fühlen sich traurig, deprimiert oder wegen ihrer Krankheit einfach anders als andere Kinder. Diese Gefühle sind aber kein Schicksal, sondern etwas, gegen das gemeinsam angegangen werden kann.
  4. Fehlzeiten in der Schule: Asthma ist die häufigste chronische Krankheit bei Kindern und verursacht extrem viele Fehlzeiten in der Schule. Wird die Krankheit von einem Facharzt behandelt, kann sich dies reduzieren. Den Vertretern des ACAAI zufolge weisen Studien darauf hin, dass sich die Schulfehlzeiten bei Kindern, deren Krankheit von einem Facharzt für Allergologie therapiert wird, um bis zu 77 Prozent senken lassen.
  5. Das Asthma ist weg? Asthma ist eine chronische Krankheit und nicht heilbar. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder das Inhalationsgerät bei sich haben und wie verschrieben benutzen, auch wenn die Symptome nicht als störend empfunden werden. Denn mit der richtigen Behandlung, bleiben Asthma-Symptome kontrollierbar. Trotzdem besteht immer die Gefahr, dass ein Asthmaanfall auftritt.

ACCAI/HH

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