Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Richtig reagieren bei Hundebissen

Aktuelles

Junges Mädchen hockt im Gras und umarmt zwei mittelgroße Hunde

Auch bei vertrauten Hunden passiert es immer wieder, dass das Tier zuschnappt und das Kind beißt.
© Shmel - Fotolia

Fr. 12. Juli 2013

Hundebiss beim Kind: so reagieren Sie richtig

Jedes zweite Kind wird bis zu seinem 18. Lebensjahr von einem Hund gebissen. Am häufigsten trifft es kleine Kinder, und meistens werden sie vom eigenen Familienhund gebissen. Das meldet die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie weist darauf hin, dass Eltern insbesondere kleine Kinder im Umgang mit Hunden immer beaufsichtigen sollten. Zudem gibt sie Rat, wie Eltern richtig reagieren, wenn es doch zu einem Hundebiss gekommen ist.

Anzeige

Als erste Hilfe empfiehlt Professor Dr. Stephan Kellnar vom Klinikum Dritter Orden in München, die Verletzung mit einer sterilen Kompresse oder einem Verband abzudecken. Eltern sollten keine eigenen Versuche unternehmen, die Wunde zu reinigen. Der Arztbesuch ist auf alle Fälle sinnvoll. "Auch hinter äußerlich eher kleinen und ungefährlich erscheinenden Wunden können sich in der Tiefe ausgedehnte Geweberisse und Quetschungen verbergen", so Kellnar. Aufgrund ihrer kräftigen Kiefer sind auch kleinere Hunde in der Lage, schwere Verletzungen zu verursachen, die nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen seien. Falsch versorgt, drohen unnötig große Narben und langfristige Schäden wie nicht mehr einwandfrei funktionierende Finger und Hände.

Zudem sei es wichtig, Infektionen zu verhindern. "Bei bis zu 20 Prozent der Hundebisse kommt es zu einer Wundinfektion", sagte Kellnar. Krankheitserreger könnten in das Gewebe eindringen und Wundstarrkrampf, Gasbrand oder eine Blutvergiftung hervorrufen. Zudem müsse geprüft werden, ob der Hund womöglich Tollwut hatte. Zwar gelte Deutschland seit 2010 als tollwutfrei, doch die Krankheit sei in anderen Ländern noch teilweise verbreitet, sodass dieses Risiko nicht hundertprozentig auszuschließen sei. Zur Abklärung des Tetanusschutzes sei es sinnvoll, den Impfpass des Kindes zum Arzt gleich mitzubringen.

SS/PZ

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Auto: So schnell wird Hitze lebensgefährlich

Lesen sie hier, wie schnell sich Autos aufheizen und wie groß die Gefahr für kleine Kinder ist.

Immer mehr Kinder haben Kreidezähne

Die Krankheit kommt in manchen Altersgruppen sogar häufiger vor als Karies.

Schlank bleiben mit Veggie-Gerichten

Dabei ist es nicht unbedingt nötig, komplett auf Fleisch zu verzichten.

Arbeitsweg: Auto-Verzicht zahlt sich aus

Wer öfter zu Fuß geht oder das Fahrrad nimmt, lebt länger und gesünder.

Eier: Gut oder schlecht für das Herz?

Ein Ei pro Tag könnte sogar einen schützenden Effekt haben.

Die besten Tipps gegen schwere Beine

Im Thema der Woche lesen Sie, wie sich schweren Beinen, Besenreisern und Krampfadern vorbeugen lässt.

Thema der Woche: Getreide-Ersatz

Mehr über die Vor- und Nachteile von Amaranth, Buchweizen und Quinoa lesen Sie hier.

Wie viel muss ich beim Sport trinken?

Auch beim Schwimmen kann der Körper austrocknen, warnen Experten.

Schmerzmittel steigern den Blutdruck

Hypertoniker müssen bei rezeptfreien Schmerzmitteln besonders aufpassen.

Gesundheitsgefahr durch 5 Helm-Mythen

Ein Unfallexperte stellt verbreitete Missverständnisse richtig.

Thema der Woche: Cluster-Kopfschmerz

Die Schmerzen äußern sich als intensiv bohrend oder brennend im Bereich von Schläfe und Auge.

Fünf Tipps für gesunde Augen

So erkennen Sie Augenkrankheiten früh oder können ihnen vorbeugen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen