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Ohrenqualle schwebt im Meereswasser

Die Ohrenqualle findet man so gut wie weltweit in den Ozeanen und Meeren, so auch in der Nord- und Ostsee.
© vilainecrevette - Fotolia

Di. 23. Juli 2013

Quallen: Nach Kontakt helfen Essig und Rasierschaum

Nach dem Kontakt mit einer Qualle hilft es, die betroffene Hautstelle möglichst schnell mit Essig abzuspülen. Ist kein Essig zur Hand, geht auch Meerwasser. Darauf weist die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hin.

Süßwasser oder Alkohol eignen sich hingegen nicht, da sie die Beschwerden verschlimmern, indem sie die Nesselkapseln der Quallen platzen lassen. Aus dem gleichen Grund sollte man Quallenreste auch nicht mit einem Handtuch wegwischen. Kurios: Rasierschaum kann helfen. Man trägt ihn auf die Hautstelle auf und kratzt ihn nach dem Trocknen mit einem Gegenstand wie einer Kreditkarte ab. Würde er mit den Händen abgestrichen, könnte das Gift aus den Quallen über die Hände aufgenommen werden.

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"Im Anschluss kann die betroffene Hautstelle gekühlt und mit entzündungs- und allergiehemmenden Medikamenten behandelt werden. Sie gehören deshalb in die Reiseapotheke jedes Badeurlaubers – und je nach Reiseland sollte man auch ein Fläschchen Essig mit an den Strand nehmen", sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.

Hat man eine Qualle berührt, und die Haut brennt, sollte man so schnell wie möglich das Wasser verlassen. Meiden Sie dabei panische Bewegungen – Sie könnten mit noch mehr Tentakeln der Qualle in Kontakt kommen. Die Tentakel sehen aus wie eine gallertartige, durchsichtige Masse. Sie sind sehr dünn und kaum zu sehen, enthalten aber Nesselkapseln, die mit Gift gefüllt sein können. Beim Kontakt mit der menschlichen Haut platzen die Nesselkapseln und geben ihr Gift ab. Quallen enthalten je nach Art unterschiedliche Gifte, teilweise in großen Mengen. Gezielte Gegengifte wie bei Schlangenbissen gibt es nicht.

Quallen, wie man sie in der Nord- oder Ostsee findet, sind meist harmlos. Im Mittelmeer gibt es jedoch teilweise giftige wie in tropischen Gewässern. Solche Quallen können örtlich begrenzte Hautreaktionen bis zu Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen verursachen. Sogar Todesfälle sind möglich. Wenn man am Strand baden will und im Wasser Quallen entdeckt, ist es ratsam, sich erst einmal bei der Strandaufsicht zu erkundigen, ob es giftige Exemplare sind.

ABDA

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