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Eine junge Frau und ein junger Mann sitzen nebeneinander auf einer Wiese und meditieren.

Mit der richtigen Meditationstechnik schwindet nicht nur der Stress, sondern auch die Nikotinabhängigkeit.
© mr.markin - Fotolia

Di. 06. August 2013

Meditation dämpft Lust auf Zigaretten

Wer nach einer speziellen, aus China stammenden Technik meditiert, raucht weniger Zigaretten – selbst wenn es gar nicht das Ziel war, den Tabakkonsum zu drosseln. Zu diesem Ergebnis sind US-amerikanische Forscher gekommen, die untersucht hatten, wie sich das sogenannte "integrative body-mind training" (IBMT) auf das Rauchverhalten auswirkt.

Sie konnten zeigen, dass Raucher, die diese Meditationstechnik anwandten, ihren Zigaretten-Konsum um 60 Prozent reduzierten, auch wenn dies ursprünglich nicht ihre Absicht war. Denn eigentlich ging es den Versuchsteilnehmern darum, mithilfe dieser Achtsamkeitsmeditation Alltagsstress zu verringern und ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Doch offenbar verringerte die Meditation unbewusst auch das Verlangen nach Zigaretten.

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Das IBMT arbeitet mit Techniken zur körperlichen Entspannung, bildlichen Vorstellungen im Kopf und Achtsamkeitstraining. Schon in früheren Studien hatte sich gezeigt, dass diese Form der Meditation Hirnregionen aktiviert, die unter anderem mit der Selbstkontrolle in Zusammenhang stehen. Vor Beginn der Meditation waren diese Hirnareale bei Rauchern weniger aktiv, doch schon nach zwei Meditationswochen zeigte sich eine deutliche Steigerung der Aktivität. Einfache Entspannungsübungen, wie sie in der Kontrollgruppe durchgeführt wurden, hatten diesen Effekt nicht, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Science.

"Achtsamkeitsmeditation fördert die Selbstkontrolle und wirkt sich positiv auf die Aufmerksamkeit und Offenheit gegenüber inneren und äußeren Vorgängen aus", sagt Yi-Yuan Tang von der Texas Tech University in Lubbock, USA. "Deshalb glauben wir, dass diese Form der Meditation Menschen helfen kann, mit Suchtsymptomen besser umzugehen, ohne sie dabei zu etwas zu zwingen." Da die Zahl der Studienteilnehmer mit 27 noch recht klein gewesen sei, wären allerdings noch weitere Forschungsarbeiten in dieser Richtung nötig, so die Forscher.

HH

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