Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Statine schützen Gehirn und Augen

Aktuelles

Glückliches Seniorenpaar in Jeans und weißen Oberteilen auf dem Bauch liegend und sich anlachend

Statine, die von vielen Menschen zur Senkung erhöhter Blutfettwerte eingenommen werden, haben positive Nebenwirkungen: Sie schützen auch Hirn und Augen.
© Patrizia Tilly - Fotolia

Di. 03. September 2013

Cholesterinsenker: Auch Gehirn und Augen profitieren

Viele Menschen mit zu hohen Cholesterinwerten bekommen sogenannte Statine verschrieben. Neben ihrer Wirkung auf die Blutfettwerte scheinen diese Medikamente positive Begleiterscheinungen auf Augen und Gehirn zu haben, lassen Studien aus den USA und Taiwan vermuten.

Anzeige

Statine senken das Demenzrisiko sowie die Gefahr, an grauem Star zu erkranken, wie Herzforscher auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Amsterdam feststellten. Eine auf dem Kongress vorgestellte Studie aus den USA kommt zu dem Ergebnis, dass sich durch die Einnahme der Cholesterinsenker das Erkrankungsrisiko für grauen Star, auch Katarakt genannt, um 20 Prozent verringere. Es handelt sich dabei um eine Augenkrankheit, in deren Verlauf es zu einer Eintrübung der Linse kommt. Die Forscher hatten für ihre Studie die Daten aus 14 Studien mit insgesamt rund 2.400.000 Patienten analysiert und widerlegen damit frühere Vermutungen, Statine würden grauen Star verursachen oder zumindest begünstigen.

Auch in Bezug auf Demenz scheinen sich Statine positiver auszuwirken als bisher gedacht. Das zumindest lässt eine Studie taiwanesicher Wissenschaftler vermuten, derzufolge die Arzneimittel sogar vor Demenzerkrankungen schützen könnten. Aus ihrer Forschungsarbeit mit Daten von mehr als 57.000 Krankenversicherten ging hervor, dass das Erkrankungsrisiko umso geringer ausfiel, je höher die Dosis war. Bemerkenswert an dieser Studie sei, dass vaskuläre Demenzen ausgenommen gewesen seien, sagt Professor Dr. Eckart Fleck, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Damit sind Demenzen gemeint, die mit Durchblutungsstörungen des Gehirns zusammenhängen und bei denen es naheliegend wäre, wenn sie durch Statine beeinflusst würden.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Säureblocker erhöhen das Diabetes-Risiko

Je länger die Medikamente eingenommen werden, desto höher ist das Risiko.

Darmkrebs: Diese Lebensmittel schützen

Einige Lebensmittel senken das Risiko für die Krankheit, andere erhöhen es.

Sport fördert das Gedächtnis

Schon eine kurze Sporteinheit reicht aus, um die Gedächtnisleistung zu steigern.

Coronavirus, Grippe oder Erkältung?

Wie sich Covid-19 von einer Erkältung und der Grippe unterscheiden lässt, zeigt dieser Überblick.

Corona: Fenster kippen reicht nicht

Wie man am besten lüftet, um das Ansteckungsrisiko zu senken, lesen Sie hier.

Lässt uns harte Arbeit schneller altern?

Ein solcher Zusammenhang ist sogar schon bei jungen Menschen sichtbar.

Karotten-Allergie: Erhitzen hilft nicht

Auch gekochte Karotten können eine allergische Reaktion auslösen.

So gefährlich ist Covid-19 für das Herz

Einige Patienten, die an Covid-19 erkrankt waren, zeigen später auffällige Herzbefunde.

Psoriasis: Risiko für Herz und Gefäße

Auch leichte Schuppenflechte erhöht das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Emotional stabiler durch mehr Schlaf

Schlechter Schlaf kann ziemlich auf die Stimmung drücken, zeigt eine neue Studie.

Aphthen selbst behandeln

Bei kleinen Aphthen können Lokaltherapien mit Mitteln aus der Apotheke die Beschwerden lindern.

Covid-19 könnte saisonal auftreten

Forscher sind überzeugt, dass sich das Ansteckungsmuster in Zukunft verändern wird.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen