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Arzt-Patient; beide ca. Mitte/Ende 30, Patient fasst mit den Händen an die schmerzenden Schläfen, Arzt spricht ihm gut zu und berührt ihn dabei am Rücken

Dauerhafte Schmerzen sollten frühzeitig behandelt werden, damit sie nicht das Gehirn verändern.
© mangostock - Fotolia

Fr. 27. September 2013

Dauerschmerz verändert Gehirnstruktur

Wiederholte Schmerzreize verändern das Schmerzempfinden: Bei manchen setzt eine Gewöhnung ein, andere reagieren zunehmend sensibler. Forscher der Technischen Universität München (TUM) konnten jetzt nachweisen, dass insbesondere mit einer Sensibilisierung Veränderungen im Gehirn einhergehen.

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Die Wissenschaftler hatten untersucht, wie Schmerzreize das Schmerzempfinden verändern und wie sich dies auf das Gehirn auswirkt. Ihr Ergebnis: Ein täglich fünfminütiger Schmerzreiz über elf Tage bewirkte bei gesunden Probanden, dass sich das Gehirn anatomisch umbildete. "Ähnliche Veränderungen des Gehirns lassen sich auch bei Patienten mit chronischen Schmerzen beobachten", erklärt Professor Thomas R. Tölle vom Klinikum rechts der Isar der TUM. Um der Entstehung von Dauerschmerzen und damit diesen Umbauprozessen rechtzeitig vorzubeugen, sei es daher wichtig, so früh wie möglich mit der Schmerztherapie zu beginnen, rät der Mediziner.

Die Wissenschaftler hatten für ihre Studie 27 Freiwillige abwechselnd acht schmerzhaften Hitzereizen und acht nicht-schmerzhaften Wärmereizen am Unterarm ausgesetzt. Die Gesamtdauer pro Tag betrug fünf Minuten. Da jeder Mensch Schmerzen anders empfindet, wurden die Reize entsprechend angepasst. Es zeigte sich, dass etwa die Hälfte der Studienteilnehmer mit zunehmender Studiendauer sensibler auf die Schmerzreize reagierte. Sie empfanden sie als unangenehmer und intensiver, so Dr. Anne Stankewitz, ebenfalls vom Klinikum rechts der Isar. Aufnahmen des Gehirns mithilfe der Magnetresonanztomographie zeigten zudem, dass gerade in dieser Gruppe wiederholte Schmerzreize zu einer Veränderung der Dichte in Gehirnregionen führten, die bei der Schmerzverarbeitung eine Rolle spielen, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Pain.

HH

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