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Älterem Mann wird von Ärztin der Blutdruck mit Oberarm-Manschette und Stethoskop gemessen

Um den Blutdruck richtig einzustellen, sind vor allem zu Therapiebeginn regelmäßige Kontrollen beim Arzt nötig.
© Alexander Raths - Fotolia

Do. 17. Oktober 2013

Bluthochdruck: 5 Tipps für die Therapie

Bluthochdruck beginnt schleichend und tut nicht weh. Genau das ist laut Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, das größte Problem bei seiner Erkennung und Behandlung. Sie rät daher allen, regelmäßig ihren Blutdruck zu überprüfen. Damit die Medikamente zur Behandlung gut und richtig wirken können, gibt Fink wichtige Tipps.

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  1. Durchhalten
    Am Anfang der Therapie fühlen sich viele Patienten unwohl: Da der Blutdruck wieder niedriger wird, fühlen sie sich oft müde, abgeschlagen und träge. Doch diese Zeit muss durchgestanden werden, der Körper gewöhnt sich binnen weniger Wochen an den normalen Blutdruck und das Wohlbefinden kehrt zurück. Wer feststellt, dass er sehr müde wird, sollte in der Eingewöhnungsphase das Auto stehen lassen.
  2. Konsequent sein
    Auch wenn man sich gut fühlt und die Blutdruckwerte in Ordnung sind, heißt das nicht, dass die Tabletteneinnahme eingestellt werden kann. Schließlich sind die Werte nur durch die Medikamenteneinnahme gut. Fink mahnt: "Die Arzneimittel müssen jeden Tag genommen werden. Eine unregelmäßige Einnahme belastet den Körper unnötig."
  3. Auf die Experten hören, nicht auf die Nachbarin
    Der Erfahrungsaustausch unter Patienten kann mitunter fatal sein: "Mein Arzt hat gesagt, dass ich mein Medikament morgens nehmen soll. Abends soll man sie gar nicht nehmen." Das ist individuell sehr verschieden. Manche Medikamente wirken besser morgens, andere abends. Patienten sollten niemals den Einnahmezeitpunkt einfach tauschen. Dies muss immer mit Arzt oder Apotheker abgesprochen werden.
  4. Wechselwirkungen beachten
    Wer Blutdrucksenker einnimmt, sollte bei weiteren Erkrankungen seinen Apotheker um einen Wechselwirkungscheck bitten. Viele Medikamente schwächen die Wirkung blutdrucksenkender Präparate ab, dazu gehören zum Beispiel auch rezeptfreie Schmerz- oder Grippemittel. Vorsicht ist ebenso bei Östrogen- und Kortisontherapien geboten, in speziellen Fällen auch bei der Einnahme bestimmter Mittel gegen Depressionen.
  5. Beratung in Anspruch nehmen
    Bei der Einnahme von Medikamenten gegen Bluthochdruck kann man sehr viel falsch machen. Es beginnt beim Einnahmezeitpunkt, geht über das falsche Getränk bis hin zu schwierigen Kombinationen mit Nahrungsergänzungs- oder Lebensmitteln. Patienten sollten sich daher immer die Zeit für eine Beratung in der Apotheke nehmen.

LAK Hessen

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