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Älterer Mann presst sich die Hand auf die Brust und benutzt Inhalator

Ein Asthma-Notfallspray erweitert die Bronchien und sorgt bei einem Anfall dafür, dass der Asthmatiker wieder genug Luft bekommt.
© Ljupco Smokovski - Fotolia

Mo. 21. Oktober 2013

Asthmaanfall: so kann man helfen

Wenn ein Asthmatiker einen Anfall erleidet, wissen die meisten Menschen nicht, was sie tun sollen. Dabei können schon ein paar wenige, einfache Maßnahmen dem Betroffenen das Leben retten. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hin.

Bei einsetzender Atemnot sollte der Patient als Erstes eine Körperstellung einnehmen, die ihm das Atmen erleichtert. Professor Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der DGP erklärt: "Dazu kann sich der Betreffende hinsetzen, den Oberkörper vorbeugen und die Unterarme auf den Oberschenkeln abstützen – das nennt man den Kutschersitz. Oder der Patient geht in Torwarthaltung, indem er sich hüftbreit stehend und leicht vorgebeugt mit den Händen auf die Knie oder die Oberschenkel abstützt." Einengende Kleidung sollte gelockert werden.

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Dann ist es wichtig, den Patienten dabei zu unterstützen, dass er sein Asthma‐Notfallmedikament anwendet, welches er als Asthmatiker hoffentlich bei sich trägt. Das sollte möglichst ruhig vonstattengehen, wobei der Patient je nach Bedarf gleich mehrere Züge bzw. Stöße hintereinander aus dem Inhalator einatmen darf. Dank der Bronchien-erweiternden Wirkung des Medikaments sollte es dem Betroffenen dann meist schnell wieder besser gehen.

Nur wenn diese Maßnahmen nicht helfen, ist ein Notarzt zu rufen. "Bis der kommt, sollte man dem Patienten mindestens einmal pro Minute sein typisches Asthma-Medikament, das inhalative Steroid, inhalieren lassen. Das Beta‐2‐Mimetikum zur sofortigen Erweiterung der Bronchien kann auch mehrfach inhaliert werden – allerdings nicht mehr als 4 bis 6 Hübe pro Minute", betont Köhler. Am allerwichtigsten sei es dabei, demonstrativ Ruhe zu bewahren und jede Panik zu vermeiden, damit sich der Patient nicht noch mehr aufregt und wieder weitgehend beruhigen kann. Aus diesem Grund sollten auch Schaulustige auf Entfernung gehalten werden.

DGP

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