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Apotheker erklärt Beipackzettel

Der Apotheker erklärt genau, wie das Arzneimittel einzunehmen ist.
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Di. 22. Oktober 2013

Bei anhaltenden Magenschmerzen zum Arzt

Zu viel Alkohol, scharf gewürztes Essen oder Kaffee: Sporadisches Sodbrennen oder Magenschmerzen kennen viele Menschen. Wenn die Probleme jedoch länger anhalten, ist es sinnvoll, die Ursache abklären zu lassen.

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Gegen leichte Magenschmerzen sind rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke gut wirksam. "Aber Magenschmerzen sind nicht immer so harmlos, wie Betroffene meinen", sagt Gabriele Overwiening aus dem Vorstand der Bundesapothekerkammer. Bevor man jedoch immer wieder rezeptfreie Medikamente gegen die gleichen Beschwerden kauft, sollte man lieber mit dem Apotheker sprechen. Er kennt als unabhängiger Arzneimittelexperte die Grenzen der Selbstbehandlung und weiß, wann ein Arztbesuch empfehlenswert ist.

Wenn die Magenschmerzen stark sind, mehrmals pro Woche oder ständig auftreten, sollte ein Arzt die Ursache klären. Dafür spricht ebenfalls, wenn Alarmsignale wie Fieber, Erbrechen, Blutungen oder anhaltender Appetitmangel dazukommen. Auch Erkrankungen anderer Organe können in Richtung Magen ausstrahlen. Treten die Magenschmerzen zum Beispiel bei körperlicher Belastung auf, kann eine Herzerkrankung dahinter stecken. Viele Schmerzmittel erhöhen das Risiko von Schleimhautschäden, überdecken aber gleichzeitig die Warnsignale.

Treten Magenschmerzen nur sporadisch auf oder gibt es einen nachvollziehbaren Auslöser, z.B. schweres Essen, sind Antazida die erste Wahl. Diese Medikamente binden die überschüssige Magensäure. Ihre Wirkung setzt schnell ein, hält aber nur wenige Stunden an. Bei wiederkehrenden oder nächtlichen Magenschmerzen sind Wirkstoffe aus der Gruppe der Protonenpumpenhemmer oft besser geeignet. Ihre Wirkung setzt zwar verzögert ein, hält dafür aber länger an.

ABDA/RF

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