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Frau und Mann lesen Zeitung.

Beim Zeitung lesen fallen die Punkte und Schlieren im Gesichtsfeld oft zuerst auf.
© apops - Fotolia

Di. 05. November 2013

Wie kommen dunkle Flecken ins Blickfeld?

Sie sehen zwar keine weißen Mäuse, dafür aber schwarze Punkte, die vor Ihrem Gesicht hin und her wandern? Keine Sorge, es handelt sich dabei nicht um Wahnvorstellungen, sondern in der Regel um eine harmlose Veränderung des Auges, die mit zunehmendem Alter auftreten kann.

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Mediziner bezeichnen das Phänomen als Glaskörpertrübung. Bekannt ist es jedoch auch unter dem Begriff "Floater" oder als "Mouches volantes", auch "fliegende Mücken". Bei dem Glaskörper handelt es sich um eine durchsichtige, gelartige Substanz, die fast das ganze Auge ausfüllt. Sie besteht vor allem aus Wasser, zudem aus Hyaluronsäure und Kollagenfasern. Mit zunehmendem Alter verändert sich der Glaskörper und es kommt zu Ablagerungen. Diese werden als kleine Punkte oder Fäden wahrgenommen, die durch das Gesichtsfeld wandern und auch wieder verschwinden. Bemerkbar machen sie sich vor allem vor einem weißen Hintergrund, wie etwa einem weißen Blatt Papier. Deshalb fallen sie vielen Menschen zum Beispiel beim Lesen auf. Wer sich durch sie gestört fühle, könne trainieren, die schwarzen Flecken gezielt zu übersehen, raten Augenexperten vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA). Die Sehschärfe selbst werde durch die Mouches volantes allerdings nicht beeinträchtigt.

Kritisch kann es jedoch werden, wenn die schwarzen Punkte eine andere Ursache haben. Treten sie zum Beispiel plötzlich und massiv auf, wie ein Ascheregen, könnte dies ein Zeichen für eine Blutung in den Glaskörper hinein sein, warnen die Augenärzte vom BVA. Dies sei ein Notfall und müsse sofort behandelt werden. In Kombination mit Blitzen können schwarze Flecken einen Migräneanfall ankündigen. Ähnliche Symptome verursacht aber auch ein, durch eine Abhebung des Glaskörpers verursachter Netzhautriss, der zu einer Netzhautablösung führen kann. Hier sollte kurzfristig ein Augenarzt abklären, ob eine Behandlung notwendig ist, raten die Experten des BVA. Insgesamt ist es immer ratsam, bei Unsicherheiten einen Augen-Facharzt zu konsultieren.

HH

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