Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Kortison-Cremes nicht zu lange anwenden

Aktuelles

Kleines Mädchen schaut sich im Spiegel an.

Neurodermitis tritt besonders häufig bei Kindern auf.
© R. Freund

Sa. 09. November 2013

Neurodermitis: Kortison-Cremes nicht zu lange anwenden

Kortison-haltige Cremes sollten bei Neurodermitis nicht zu häufig oder zu lange angewendet werden. Verordnet zum Beispiel ein Kinderarzt bei einer akuten Neurodermitis eine Creme mit dem Arzneistoff Hydrocortison, braucht diese meist nur einmal täglich aufgetragen werden. Allerdings müssen Kratzspuren erst abheilen.

Anzeige

"Die Angst vor Kortison ist bei richtiger Anwendung unbegründet. Deshalb sollten sich Patienten in der Apotheke beraten lassen", sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. Werden die Medikamente länger als wenige Wochen angewendet, kann es zu örtliche Veränderungen der Haut kommen. Die empfohlene Anwendungsdauer hängt vom Arzneistoff, der Zubereitung und dem Alter des Patienten ab. Die Arzneimittel sollten grundsätzlich nicht großflächig aufgetragen werden. Kortison-Cremes gehören auch nicht in den Windelbereich oder ins Gesicht, da die Haut hier relativ dünn und empfindlich ist.

Medikamente, die Kortison-artige Arzneistoffe enthalten, sind meist verschreibungspflichtig. Ausnahmen gelten für einige schwach wirksame Inhaltsstoffe, zum Beispiel Hydrocortison, in festgelegten Dosierungen. Bei Kindern unter sechs Jahren sind rezeptfreie Kortison-Cremes ebenfalls nur nach Anweisung des Arztes anzuwenden. Typisch für die Hautkrankheit Neurodermitis sind trockene Hautstellen mit stark juckenden, geröteten, schuppigen Herden. Wichtig bei der Behandlung ist vor allem eine gute Basispflege mit wirkstofffreien Zubereitungen. Benkert empfiehlt dafür fettreiche Salben. Bei akuten Entzündungen eignen sich seiner Aussage nach dagegen eher wässrige Cremes. Er rät davon ab, immer neue Pflegeprodukte auszuprobieren. "Besser ist es oft, wenn der Apotheker nach Rücksprache mit dem Arzt eine individuell optimale Pflegecreme anfertigt."

ABDA/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wenig Kohlenhydrate, wenig Fleisch

Das sorgt einer neuen Studie zufolge für ein langes und gesundes Leben.

Warum Frauen öfter Migräne haben

Die Hormone könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.

Wo sich Keime im Flugzeug wohl fühlen

Auf bestimmten Oberflächen tummeln sich besonders viele Erreger.

Warum Handys die Augen schädigen

Blaues Licht zerstört offenbar Zellen im Auge, die für das Sehen zuständig sind.

Eltern sind wichtiger als Freunde

Das gilt auch für junge Erwachsene, wie eine neue Studie zeigt.

Vielseitige Ernährung nicht immer gesund

Wer sich vielseitig ernährt, nimmt häufig auch mehr Kalorien zu sich.

Alkohol macht Lust auf Ungesundes

Bier, Wein & Co wirken sich auch auf unsere Ernährungsgewohnheiten aus.

Neues Medikament beugt Herzinfarkt vor

Der Wirkstoff greift Darmbakterien an, die an Herz-Kreislauf-Krankheiten beteiligt sind.

Bakterien trotzen Desinfektionsmittel

Krankenhauskeime werden zunehmend resistent gegenüber Desinfektionsmitteln.

Psychische Krankheit wegen Virus?

Ein Herpesvirus könnte für Depressionen und bipolare Störungen verantwortlich sein.

Pflegende Angehörige schlafen oft schlecht

9 von 10 Menschen, die ihre demenzkranken Angehörigen pflegen, leiden unter Schlafmangel.

Kopfverletzung: Bluttest statt CT?

Der Test liefert deutliche Hinweise auf schwere Komplikationen wie Hirnblutungen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen