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Aktuelles

Apothekerin zieht eine Schublade auf und begutachtet ein Medikament

Aktuelle Information der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker.
© ABDA

Di. 12. November 2013

Rückruf eines Adrenalin-Medikaments

Die Firma ALK-Abelló Arzneimittel GmbH ruft fünf Chargen des Adrenalin-Autoinjektors Jext® vorsorglich zurück. Bei den betroffenen Produktionseinheiten besteht das Risiko, dass die Adrenalinlösung in sehr seltenen Fällen bei der Anwendung nicht wie vorgesehen in den Muskel des Patienten abgegeben wird.

Der Adrenalin-Autoinjektor Jext® wird für die Notfallbehandlung von schweren allergischen sogenannten anaphylaktischen Reaktionen zum Beispiel auf Nahrungsmittel oder Insektenstiche verwendet. Betroffen sind vier Chargen der Stärke Jext® 300 Mikrogramm und eine Charge der Stärke Jext® 150 Mikrogramm. Die Produkte tragen auf den Faltschachteln die in der Tabelle angegeben Pharmazentralnummern (PZN).

Produkt Charge Verwendbar bis
Jext® 300 Mikrogramm (PZN 06896664) 0000815814 01/2015
  0000800191 01/2015
  0000799410 01/2015
  0000738773 12/2014
Jext® 150 Mikrogramm (PZN 06896687) 0000844768 02/2015

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Ebenso betroffen sind die Jext®-Parallelimporte der Unternehmen Eurim Pharm und Pharma Gerke. Alle betroffenen Chargen dieser Parallelimporte sind auf der Internetseite des Herstellers abrufbar: www.alk.de

Sollten Sie eines dieser Präparate verwenden, prüfen sie bitte, ob die auf dem Adrenalin-Pen aufgedruckte Chargenbezeichnung (wird mit dem Kürzel "Ch.-B." bezeichnet) den oben aufgeführten entspricht. Ist das nicht der Fall, können Sie den Pen wie gewohnt verwenden. Stimmt die Nummer überein oder sind Sie sich unsicher, sprechen Sie bitte Ihren Apotheker darauf an. Betroffene sollten:

  • baldmöglichst ihre Apotheke aufsuchen, um einen Ersatz-Pen zu erhalten.
  • den betroffenen Jext® 300 Mikrogramm oder Jext® 150 Mikrogramm an ihre Apotheke zurückgeben. Die Kosten für den Ersatz-Pen trägt der Hersteller.
  • auch einen möglicherweise betroffenen Pen zur Sicherheit weiterhin bei sich tragen und bei Bedarf anwenden, bis sie den Ersatz-Pen in der Apotheke erhalten haben.
  • sich in der Apotheke die Anwendung des neuen Pens erklären lassen.

Die Firma ALK-Abelló Arzneimittel GmbH hat für die betroffenen Patienten eine Telefon-Hotline eigerichtet: 040-703845-0

BfArM/AMK/FH

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