Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Milch schützt Kinder nicht vor Hüftbrüchen

Aktuelles

Mädchen in blauem Pullover mit Milchschnurbart hält ein Glas Milch

Für das Knochenwachstum wird Kindern empfohlen, ausreichend Milch und Milchprodukte zu verzehren. Schutz vor Knochenbrüchen im Alter bietet dies leider nicht.
© Ramona Heim - Fotolia

Di. 19. November 2013

Milch in der Jugend schützt nicht vor Hüftbrüchen im Alter

Damit Kinder und Jugendliche, deren Knochen sich noch im Aufbau befinden, optimal mit wichtigem Calcium versorgt sind, wird ihnen der tägliche Verzehr von Milch und Milchprodukten empfohlen, so der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. Ob sich das frühe Milchtrinken auch im Alter auszahlt, haben jetzt Forscher untersucht.

Anzeige

Ihr Ergebnis ist ernüchternd. Den Wissenschaftlern zufolge sorgt ein höherer Milchkonsum zwischen dem 13. und 18. Lebensjahr nicht für eine geringere Gefahr für Hüftbrüche im Alter. Im Gegenteil: In ihrer Studie schien sich das Risiko – zumindest für Männer – durch das Milchtrinken sogar noch zu erhöhen, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift JAMA Pediatrics. Jedes zusätzliche Glas Milch pro Tag als Teenager steigerte bei ihnen demzufolge das Risiko für einen späteren Hüftbruch um neun Prozent. Dieser Zusammenhang werde zum Teil durch die Körpergröße beeinflusst, so die Forscher. Denn wer viel Milch trinke, schieße höher auf. Und ein stärkeres Größenwachstum gelte wiederum als Risikofaktor für Hüftbrüche, schreiben die Wissenschaftler.

Dass Milchtrinken in der Jugend das Hüftbruch-Risiko im Alter bei Frauen hingegen nicht erhöhte, erklären sich die Forscher damit, dass bei Frauen zwei Einflüsse miteinander konkurrieren: Der Vorteil einer höheren Knochenmasse sowie der negative Effekt eines größeren Körpers. "Frauen haben ein allgemein größeres Risiko für Osteoporose, so dass der Größennachteil vielleicht durch den Vorteil von mehr Knochenmasse ausgeglichen wird", vermuten Diane Feskanich und Kollegen vom Brigham and Women's Hospital und der Harvard University in Boston, USA. Für den Verzehr von Käse im Jugendalter fanden die Forscher übrigens keinen Zusammenhang, und zwar weder für Männer noch für Frauen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Madenwürmer: Bei Kleinkindern häufig

Die Infektion ist ansteckend und lästig, aber in der Regel harmlos.

Warum Dehnen so gesund ist

Regelmäßige Übungen verbessern den Blutfluss und schützen vor Herzkrankheiten und Diabetes.

Lichtempfindlich durch Medikamente

Einige Arzneimittel machen die Haut empfindlicher für UV-Strahlen. Im Sommer ist besondere Vorsicht geboten.

Rituale lindern Angst und Stress

Feste Rituale helfen, schwierige Lebenssituationen gut zu überstehen.

Lange, helle Kleidung schützt vor Zecken

Zusätzlich können Repellents Zecken und andere Insekten fernhalten.

Kopf gestoßen: Gefahr für das Gehirn?

Stöße auf den Kopf können das Gedächtnis beeinträchtigen und sogar Depressionen auslösen.

Corona: Welche Rolle spielt Vitamin D?

Vitamin-D-Mangel könnte das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf erhöhen.

Urlaubszeit: Impfung gegen FSME sinnvoll

In vielen Teilen Deutschlands ist das Risiko einer Infektion mit FSME deutlich erhöht.

Welcher Sonnenschutz für Kinder?

Die Stiftung Warentest hat 17 Produkte speziell für Kinder getestet.

Mehr frisches Essen im Corona-Lockdown

Die Ernährung der Deutschen hat sich während der Corona-Pandemie verändert.

Coronavirus, Grippe oder Erkältung?

Die bislang größte Studie zu den Symptomen von Covid-19 wurde jetzt veröffentlicht.

Arzneimittel im Sommer richtig lagern

Einige Medikamente vertragen Sommerhitze nicht besonders gut.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen